Nur 31 Prozent der Ukraine-Flüchtlinge arbeiten: Liegt es an den Sozialleistungen?
Berlin. Für Deutschland sind ukrainische Kriegsflüchtlinge nicht unbedingt ein Gewinn. Das ist umso bemerkenswerter, als das in anderen Ländern durchaus anders ist: nach OECD-Daten waren 2024 hierzulande nur 31 Prozent der im Land lebenden Ukrainer erwerbstätig. In Polen waren es dagegen 78 Prozent, in Litauen 72 und in Großbritannien 69 Prozent. Auch in der Tschechischen Republik, in Dänemark und den Niederlanden überschritt die Beschäftigungsquote unter Ukraine-Flüchtlingen jeweils 60 Prozent. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen << Für die Grundsicherung ukrainischer Staatsangehöriger wandte Deutschland 2024 rund 6,3 Milliarden Euro auf. Als möglicher Faktor für die geringe Erwerbsneigung werden unter anderem die finanziellen Anreize des Bürgergeldsystems genannt. Untersuchungen des ifo-Instituts zeigen, daß ein zusätzliches Erwerbseinkommen das verfügbare Einkommen nur begrenzt erhöht, weil mit steigendem Verdienst die staatlichen Leistungen sinken…