Asoziale Gesundheitsreform: Mehr zahlen, weniger Leistung
Berlin. Beim Wort „Reformen“ sind die Deutschen seit Jahrzehnten daran gewohnt, daß dabei selten etwas Gutes herauskommt. Dennoch: eine derart unverhohlene Verhöhnung der einheimischen Bevölkerung wie die jüngst verabschiedete Neuordnung der Gesetzlichen Krankenversicherung leistete sich bisher noch kaum jemals eine „Reform“. Bundesgesundheitministerin Nina Warken (CDU) etikettierte sie – wie in solchen Fällen üblich – als „alternativlos“ und führte zur Begründung an, es gehe darum, die „Versichertenbeiträge stabil zu halten“. Tatsächlich bleibt der Beitragssatz von 14,6 Prozent zwar auch künftig unverändert, doch die Zusatzbeiträge, die allein die Arbeitnehmer zu tragen haben, gehen durch die Decke. Die Kassen dürfen diese künftig erhöhen, ohne ihre Mitglieder zu informieren. Viele Beschäftigte werden die höheren Abzüge erst auf der Gehaltsabrechnung bemerken. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen << Die künftigen Mehrbelastungen für…