„Hooligans gegen Salafisten“: Demonstrierten in Köln wirklich 5.000 Gewalttäter?

19. November 2014
„Hooligans gegen Salafisten“: Demonstrierten in Köln wirklich 5.000 Gewalttäter?
Kultur & Gesellschaft
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Köln. Für den 26. Oktober hatte eine Gruppierung „HoGeSa“ zu einer Demonstration nach Köln gegen das Auftreten von Salafisten in Deutschland eingeladen. Mit 1.500 Teinehmern hatten die Behörden gerechnet, 5.000 kamen.

Die Abkürzung „HoGeSa“ steht für „Hooligans gegen Salafisten“. Hooligans, das sind jene Fußballfans, die weniger an Fußball als an lauter Randale in den Stadien und an anschließenden Straßenschlachten gegen die Anhänger der gegnerischen Mannschaft interessiert sind. Wie kommt eine solch dubiose Gruppierung auf die Idee zu einer solchen Demonstration? Das erschließt sich wohl nur, wenn man die Benutzung des Wortes „Hooligans“ als eine gezielt gewählte Provokation der Veranstalter begreift, mit der Aufmerksamkeit erregt werden sollte. Denn die Demonstranten, die man auf Filmen auf der Video-Plattform youtube im Internet sehen kann, sind ziemlich durchschnittliche junge Männer und Frauen, nicht vermummt wie beim Schwarzen Block der Linksradikalen, und offenbar in fröhlicher und keineswegs gewalttätiger Stimmung.

Warum lautet bei dieser Ausgangslage das mediale Resümee der Veranstaltung in den etablierten Medien, in Köln habe an jenem Tag „Bürgerkrieg“ geherrscht? Man kann sich schwer des Gefühls erwehren, daß mit solch maßloser Desinformation nachträglich gerechtfertigt werden soll, daß die Kölner Polizeiführung neben Wasserwerfern allen Ernstes Räum-Panzer in den Einsatz gegen Jugendliche geschickt hat. In anderen Zusammenhängen (z.B. in Syrien) wird in solchen Fällen gleich pathetisch vom „Panzereinsatz gegen das eigene Volk“ gesprochen, in Deutschland überschlugen sich die Medien dagegen wegen einer (!) durch Flaschenwurf verletzten Person und eines (!) umgestürzten Polizeibusses. Was also ist am Nachmittag des 26. Oktober in Köln passiert?

Um es gleich vorwegzunehmen: Verglichen etwa mit den üblichen linksradikalen Ausschreitungen um den 1. Mai in Berlin oder den bürgerkriegsartigen Zuständen, die Hamburg regelmäßig erschüttern, zuletzt, als dort der linksextreme Szenetreff „Rote Flora“ geschlossen werden sollte, ist in Köln sehr wenig passiert. Wenig ist immer noch zuviel und Gewalt natürlich kein Mittel der Politik. Aber angesichts der apokalyptischen Bilder, die die Medien an die Wand malten, muß man die Kirche im Dorf lassen. 47 Polizisten seien verletzt worden – jeder wäre einer zuviel –, aber, wie die Polizei selber einräumte, die meisten durch das eigene Tränengas und nicht durch gewalttätige Demonstranten.

Zum Vergleich: Bei den tagelangen Auseinandersetzungen, die Linksextremisten im Dezember 2013 in Hamburg anzettelten, wurden 169 (!) Polizisten verletzt, 18 schwer, außerdem wurden 61 (!) Polizeifahrzeuge beschädigt, nicht eines.

Entgegen der beinahe gleichgeschalteten Medien-Berichterstattung sickerten inzwischen jede Menge Zeugenberichte an die Öffentlichkeit durch, die eine Rekonstruktion der tatsächlichen Ereignisse erlauben. Demnach verlief die gesamte Demonstration bis auf kleine Zwischenfälle außerordentlich ruhig.

Kritisch wurde es erst, als die Polizei – auf wessen Anweisung? – nach dem Ende der Kundgebung die Versammlungsteilnehmer auf dem Breslauer Platz vor dem Kölner Hauptbahnhof einkesselte und dort festhielt. Als sich der Unmut in vereinzelten Übergriffen Luft machte, griff die Polizei unverzüglich zum großen Knüppel und setzte Wasserwerfer, Räum-Panzer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein – man könnte fast meinen: um den Medien die erwünschten Gewalt-Bilder zu liefern.

Bei alledem droht das Anliegen der Demonstration völlig aus dem Blick zu geraten, das eigentlich die Hauptsache ist. In Köln protestierten 5.000 deutsche Bürger gegen die Zumutungen der alltäglichen Islamisierung, womit letztlich jedwede Überfremdung gemeint ist, die uns „unsere“ Politiker seit Jahren ohne alle Hemmungen und ohne jede Aussicht auf ein Ende aufs Auge drücken. An den Brennpunkten des völlig aus dem Ruder gelaufenen Asylanten-Zustroms spitzt sich die Situation zu, die Kommunen sind mit der Einquartierung immer neuer „Flüchtlinge“ völlig überfordert – und die betroffenen Anwohner sowieso.

Hiergegen formierte sich jetzt erstmals Widerstand auf der Straße. Wer vor diesem Hintergrund das Demonstrationsrecht einschränken will oder mal wieder das Gespenst einer riesigen „Rechten Gefahr“ an die Wand malt, ist ein erbärmlicher Heuchler. (ds)

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