Medwedew denkt laut nach: In zwei Jahren keine Ukraine mehr „auf der Weltkarte“?

17. Juni 2022
Medwedew denkt laut nach: In zwei Jahren keine Ukraine mehr „auf der Weltkarte“?
International
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Moskau/Kiew. Im Windschatten des derzeitigen Waffenganges in der Ukraine wird auch über die Zukunft des Landes kräftig spekuliert. So beförderte Polen zuletzt Planspiele über eine formelle Föderation beider Länder (die für Polen auf eine Rückgewinnung der ehemaligen polnischen Ostgebiete in der Westukraine hinausliefe). Moskau steht solchen Überlegungen nicht prinzipiell ablehnend gegenüber und stellt das erhebliche Konfliktpotential zwischen polnischen und ukrainischen Nationalisten in Rechnung.

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Nun hat auch die russische Seite die Spekulationen über die Zukunft der Ukraine weiter befeuert. Der russische Ex-Präsident Medwedew, derzeit Vorsitzender des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, stellte auf Telegram den Fortbestand einer selbständigen Ukraine kurzerhand in Frage. Er habe gelesen, die Ukraine wolle Verträge über die Lieferung von US-amerikanischem Flüssiggas für zwei Jahre abschließen, schrieb Medwedew, und fügte hinzu: „Nur eine Frage: Wer hat denn gesagt, daß die Ukraine in zwei Jahren überhaupt noch auf der Weltkarte existieren wird?“

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Der Kreml kommentierte Medwedews Aussagen nicht direkt. Sprecher Dmitri Peskow sagte auf Nachfrage von Journalisten lediglich: „Wir wissen, daß die Ukraine große Probleme hat.“ Das Land weigere sich weiterhin, „nationalistische Einheiten“ in den eigenen Reihen zu „zügeln“, meinte Peskow. „Und deshalb verspricht das natürlich nichts Gutes für die Ukraine.“

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Erst am Montag hatte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin, geäußert: „Das, was in der Ukraine gewachsen ist, ist eine existenzielle Bedrohung für das russische Volk, die russische Geschichte, die russische Sprache und die russische Zivilisation.“ Dann schrieb er: „Deshalb laßt uns all dem besser ein Ende bereiten. Ein und für allemal.“ (mü)

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8 Kommentare

  1. Luders Pee sagt:

    Solange die USA ihre finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine aufrechthalten, kann Russland diesen Krieg nicht gewinnen. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem Moskau erklären wird, seine Kriegsziele erreicht zu haben, aber trotzdem weiterkämofen muss, weil die Ukraine dank der Unterstützung aus dem Westen den Krieg fortsetzen kann. Für Russland wird die Zeit knapp, um ein Desaster abzuwenden. Und genau das dürfte die amerikanische Zielsetzung sein.

  2. Walter Gerhartz sagt:

    Die Troika der Realpolitiker hatte für Selenskyj nicht nur Freundlichkeiten (leider Kaufartikel)

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus239400733/Kiew-Besuch-Die-Troika-hatte-fuer-Selenskyj-nicht-nur-Freundlichkeiten.html

    Hinter den Kulissen drängen die drei EU-Politiker Scholz, Macron und Draghi die Ukraine zu Zugeständnissen gegenüber Moskau. Sie wollen eine möglichst kosteneffiziente Friedenslösung – und verkennen dabei, worum es bei diesem Konflikt eigentlich geht.

    Es war ein wichtiger Besuch. Die Reise der drei führenden EU-Politiker – Deutschlands Kanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi – war ein Treffen der warmen Worte.

    Alle drei Politiker unterstützen den Wunsch der Ukraine nach einem EU-Beitritt.

    Dieses Bekenntnis kostet niemanden etwas.

    Scholz sagte brav, man werde die Unterstützung so lange fortsetzen, „wie das nötig ist für den Unabhängigkeitskampf der Ukraine“.

    War es das? Nein. Denn vieles deutet darauf hin, dass seine Besucher dem ukrainischen Präsidenten nicht nur Freundlichkeiten servierten, sondern ihn hinter verschlossenen Türen auch dazu gedrängt haben,…

  3. kalle sagt:

    Die armen Ukrainer sind die neuen Kurden – Schachfiguren im Spiel der Amerikaner. Man weckt große Hoffnungen,kauft ein paar Politiker und dann läßt man sie bluten und letztendlich wird man sie verraten und verkaufen. So, wie man das mit den Kurden schon seit Jahrzehnten macht. Es stimmt, man kann in den USA in der Regel besser leben als in vielen anderen Staaten – dank dem Fleiß und der optimistischen Haltung vieler US Bürger. Aber es ist ein Staat, der von abgefeimtem,ekelhaften zynischen Menschenverächtern geführt wird – und das nicht besonders demokratisch!!

  4. wana sagt:

    Medwedew denkt laut nach: In weiz Jahren keine Ukraine mehr „auf der Weltkarte“?

    Ich denke auch mal laut nach in zwei Jahren keine RUSSLAND mehr „auf der Weltkarte“?

  5. Luders Pee sagt:

    Russland ist zwar ein grosses Land, jedoch hat Russland sowohl Probleme mit der Produktion der Waffen als auch mit dem Nachschub an Soldaten, da es das Land mit der zweitgeringsten Bevölkerungsdichte der Welt ist. Um so absurder ist in dem Lichte der Bevölkerungsdichte V. Putins Expansionsdrang.

    • Gelbspötter sagt:

      Bevölkerungsdichte ist im Krieg eher ein Nach- als ein Vorteil.(Siehe die gezielte Bombardierung von grossen und mittleren Städten im 2. Weltkrieg!)
      Gottseidank hat Russland offenbar die damaligen Strategien der Engländer und Amerikaner bisher nicht übernommen.

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