Dugin kommentiert Bundestagswahl: Deutschland stehen turbulente Zeiten bevor

3. Oktober 2021
Dugin kommentiert Bundestagswahl: Deutschland stehen turbulente Zeiten bevor
Kultur & Gesellschaft
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Moskau/Berlin. Zur Bundestagswahl am letzten Septemberwochenende hat sich jetzt der russische Philosoph, Geopolitiker und Publizist Alexander Dugin geäußert. In einem Interview, das die russische regierungsnahe Nachrichtenplattform RT jetzt mit ihm führte, äußerte sich Dugin auch zu den Folgen der Wahl für das deutsch-russische Verhältnis.

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Das Wahlergebnis bedeute einen Schlag gegen die Rechtsmitte und die Rechtsliberalen, mit denen Rußland gute Beziehungen gehabt habe. Gleichzeitig erinnerte Dugin daran, daß das bilaterale Verhältnis während der Kanzlerschaft Gerhard Schröders noch besser gewesen seien. Aber: „Die Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland haben eine viel tiefere Dimension und gehen über diese oder jene Regierungskoalition hinaus.“

Daß die deutsch-russischen Beziehungen derzeit alles andere als gut seien, liege vor allem an der Abhängigkeit der deutschen Außenpolitik von den USA: „Deutschland befindet sich in der völligen Abhängigkeit von der US-Politik. Es ist kein souveräner Staat. (…) In dieser Hinsicht ist es bis jetzt gewissermaßen ein besetztes Territorium.“

Dugin bezeichnete die US-Militärpräsenz in Deutschland trotz des sowjetischen Truppenabzugs als eine Fortsetzung der Nachkriegsbesatzung. Obwohl Deutschland versuche, seine wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen, gelinge ihm das nur teilweise.

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Nach der Wahl stehe Deutschland nun eine turbulente Periode mit einer möglichen politischen und sozialen Krise bevor. Es hätten sich zu viele Widersprüche angehäuft. „Die Deutschen sind in der Tat sehr chaotisch. All ihre Ordnung rührt daher, daß sie das wissen und eine furchtbare Angst vor diesem Chaos haben“, sagte Dugin.

Interessant auch seine Ausführungen über die AfD, die keineswegs „extremistisch“ sei, jedoch die liberalen pro-westlichen Eliten herausfordere. Inzwischen habe es in der Partei zu „bröckeln“ begonnen, weil es die AfD nicht geschafft habe, „ein plausibles ideologisches Modell zu finden“. Sie habe ihre Chance nicht genutzt und wegen der inneren Streitigkeiten an Stimmen verloren. Dugin bekräftigte aber seine schon verschiedentlich geäußerte Auffassung, daß Deutschland eine solche Partei brauche, die den Liberalismus, den Atlantizismus und die Globalisierung kritisiere. Während der bevorstehenden turbulenten Zeit werde die AfD ihre Positionen stärken können, wenn sie klug genug sei, ihre Chance zu nutzen.

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Den Grünen attestiert Dugin in dem Interview eine Mischung aus „Infantilismus, Kurzsichtigkeit und Hysterie“. Allerdings seien die Deutschen insgesamt von einer fragwürdigen „Ideologie“ durchdrungen, die darin bestehe, „alles Deutsche zu hassen“. Dieser Widerspruch präge auch das Verhältnis zwischen Berlin und Moskau. Deutschland sei in dieser Situation nur zu bemitleiden. (rk)

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