FPÖ-Chef Hofer tritt überraschend zurück: Läuft es jetzt auf Kickl zu?

2. Juni 2021
FPÖ-Chef Hofer tritt überraschend zurück: Läuft es jetzt auf Kickl zu?
National
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Wien. Bei den österreichischen Freiheitlichen ist überraschend Parteichef Norbert Hofer von seinem Posten zurückgetreten – und hat damit Spekulationen über einen anhaltenden Machtkampf mit dem FPÖ-Fraktionschef im Wiener Nationalrat, Herbert Kickl, bestätigt. Hofer kündigte aber an, trotz seines Rücktritts weiter Vizepräsident des Parlaments bleiben zu wollen. Ob er bei der kommenden Präsidentschaftswahl antrete, wisse er noch nicht.

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In sozialen Medien im Internet hatte er am Dienstagnachmittag zunächst einen vollständigen Rückzug aus der Politik angedeutet. Diese Einträge wurden aber wieder gelöscht. Stattdessen veröffentlichte die FPÖ eine Pressemitteilung. Darin heißt es, während eines Rehaaufenthalts in den letzten drei Wochen habe Hofer auch über seine persönliche Zukunft in der Politik nachgedacht und sei zu der Überzeugung gekommen, daß er das Amt des Parteivorsitzenden nicht weiter ausüben werde.

Hofer hatte vor zwei Jahren Heinz-Christian Strache als FPÖ-Chef abgelöst, nachdem Strache im Zuge des Ibiza-Skandals ins Visier von Korruptionsermittlern geraten war. 2016 war Hofer in einer Stichwahl zum Bundespräsidenten knapp gescheitert und hatte mit nur rund 31.000 Stimmen weniger als der grüne Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen einen Achtungserfolg für die Freiheitlichen einfahren können.

Die FPÖ-Spitze zeigte sich überrascht von dem Rücktritt. Das Parteipräsidium kündigte an, unverzüglich zusammenzutreten, um über weitere Schritte zu beraten.

Der langjährige FPÖ-Europaabgeordnete Andreas Mölzer hat unterdessen in einem Interview des Österreichischen Rundfunks allen Spekulationen darüber widersprochen, daß es infolge des Hofer-Rücktritts zu einer Spaltung kommen könnte. Gebraucht werde aber nun eine Führung, „die ein starker und scharfer Oppositionspolitiker bieten kann“. Diese Rolle könnte für Mölzer Fraktionschef Herbert Kickl übernehmen, die „politische Logik“ spreche dafür.

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Auch die Erholung der FPÖ, die in Wählerumfragen inzwischen wieder bei um die 20 Prozent liegt, und die sich am Dienstag Hofer zugutegehalten hatte, sieht Mölzer als Kickls Erfolg an. Dessen scharfer Oppositionskurs gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung komme gut an. Hofer sei „nicht der Motor“ für die Umfrageergebnisse.

Übergangsweise hat nun Harald Stefan als FPÖ-Chef übernommen, er ist der an Dienstjahren Älteste. Diesem attestierte Mölzer, ein „hochintelligenter Mann“ zu sein, für die FPÖ als Oppositionspartei heiße aber „die Losung Herbert Kickl“. (mü)

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2 Comments

  1. Bernd Sydow schreibt:

    Norbert Hofer ist ein lieber, guter Mensch, hat aber für den aufreibenden Posten des FPÖ-Vorsitzenden ein zu schwaches Nervenkostüm. Im Gegensatz zu ihm steht Herbert Kickl. Er bleibt keinem seiner politischen Gegner „etwas schuldig“. Für mich ist Kickl der ideal geeignete Chef der Freiheitlichen Partei Österreichs!

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