Zukunft Elektro-Mobilität? Ministerium plant Gesetz zur Drosselung von Lademöglichkeiten

7. Dezember 2020
Zukunft Elektro-Mobilität? Ministerium plant Gesetz zur Drosselung von Lademöglichkeiten
Wirtschaft
1
Foto: Symbolbild

Berlin. Die politisch gewollte Verbreitung des Elektroautos stoßt auf die nächste Barriere: Um einem potenziellen Großaufgebot von elektrischen PKW auf dem Markt Herr zu werden, gedenken Netzanbieter nun, anhand des Prinzips der sogenannten „Spitzenglättung“ das Aufladen bei Bedarf zu drosseln oder gar zu unterbinden.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Bei ersten Versuchen in Baden-Württemberg ließ sich angeblich darstellen, daß „die Leute nach kurzer Zeit entspannt“ gewesen seien. Sie hätten gemerkt, „daß nicht jeden Tag zwei Stunden weg sind“ und die „Komforteinbuße“ nicht allzu groß seien, so Christoph Scholten, der Leiter des Referats Digitalisierung der Energiewende im Bundeswirtschaftsministerium.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt dieses Vorhaben durch die Manifestierung eines entsprechenden „Verkehrsleitsystems“ in dem Paragrafen 14a des Energiewirtschaftsgesetzes. Der Entwurf hierfür soll noch in diesem Jahr vorgelegt werden.

Verteilernetzen soll es so in Zukunft möglich sein, den Stromfluß bei Verbrauchern nach Bedarf direkt zu steuern. Eine große Gefahr der forcierten E-Mobilitätswende sei, daß zu viele Elektro-PKW simultan das Stromnetz durch Aufladen ihrer Batterien belasten. Um eine potentielle Überlastung zu verhindern, soll als Maßnahme die „Spitzenglättung“ wirken. Hierdurch können Netzanbieter die Menge an verfügbarer Elektrizität zum Aufladen von E-Autos oder Speicheranlagen drosseln oder gar für Stunden zu unterbinden. Um diese Drosselung zu umgehen, müssten entsprechende Sonderzahlungen getätigt werden.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen plädiert statt dessen für zeitabhängige Netzentgelte, einem flexiblen Tarifsystem für Nutzer für elektrischen Fahrzeuge. So sollen Konsumenten durch mehr Wahlmöglichkeiten potenziell sogar Strom sparen können. Diese Tarife sollen zeitvariabel sein und an den entsprechenden Verbrauch gekoppelt werden. (kd)

Bildquelle: Pixabay

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Wer für die Krise gewappnet sein will, findet hier Informations- und Ausrüstungsmaterial:

https://netzladen.lesenundschenken.de/krisenbereit/

 2,843 Leser gesamt

Ein Kommentar

  1. Mike Hunter sagt:

    Welch eine Überraschung! Das haben die Chinesen schon vor 8-9 Jahren gewusst. Und unsere Pappnasen, die jedes Jahr in Batallionsstärke ihre Abenteuerurlaube nach China machen, merken es jetzt! Welch eine Überraschung. Diese Schnellmerker verkaufen einem E-Mobilität als alternativlos, leiten eine Energiewende auf Kosten der Verbraucher und der Steuerzahler ein, treten die Energisicherheit in den Dreck und nun soll der Verbraucher nochmal leiden. Was ein Pack!

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.