ZUERST!-Hintergrund: „Amazons“ nächster Daten-Staubsauger: Nach „Alexa“ kommt „Echo“

26. November 2020
ZUERST!-Hintergrund: „Amazons“ nächster Daten-Staubsauger: Nach „Alexa“ kommt „Echo“
Kultur & Gesellschaft
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Seattle. Als ob „Big Data“ – die großen Datenkonzerne wie Amazon oder Google – nicht ohnehin schon jeden Schritt überwachten, wird das digitale Überwachungsnetz in Zukunft wohl noch engmaschiger als bisher. Auch daran werden die Konsumenten aber zum Gutteil selbst schuld sein – indem sie sich den nächsten Abhörspitzel aus dem Hause Amazon freiwillig ins Wohnzimmer stellen. Nach Alexa geht es jetzt um das „smarte“ Lautsprecherprojekt „Echo“.

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Damit sollen künftig ganze Stadtviertel zu einem digitalen Abhör-Netzwerk zusammengeschlossen werden – natürlich ganz freiwillig, wie Amazon betont. Doch könnten mit dem neuen Lautsprecher-Netzwerk zum Beispiel Haustiere oder Kinder ganz leicht lokalisiert und aufgefunden werden (wenn sie einen entsprechender „Tracker“ tragen).

Die Echo-Lautsprecher, die demnächst in den USA und wenig später vermutlich auch hierzulande auf den Markt kommen, sind Bestandteil eines neuen Amazon-Datennetzwerks namens „Sidewalk“ (zu deutsch: Gehweg). Dabei verbinden sich viele Einzel-Echo-Geräte zu einem großen Netzwerk, das es den Nutzern ermöglichen soll, die heimischen Smart-Geräte wie Alexa auch von außerhalb der eigenen Wohnung zu bedienen. Die Reichweite der neuen Generation von Echo-Lautsprechern soll einen Kilometer betragen; Marktforscher rechnen damit, daß Amazon jährlich bis zu 40 Millionen der neuen Smart-Lautsprecher verkauft – damit dürften innerhalb kurzer Zeit ganze Städte von den unauffälligen Netzwerk-Lautsprechern abgedeckt sein.

Das Problematische daran: die Echo-Lautsprecher sind zugleich Mikrophone, die wie Alexa funktionieren und automatisch erst einmal alles aufnehmen und speichern (und an die Amazon-Datenkrake weiterleiten), was sie aufschnappen; die im Netz zum Einsatz kommende Künstliche Intelligenz (KI) erstellt völlig autonom z.B. Stimmprofile, ordnet sie Benutzern zu und diesen wiederum Vorlieben, Gewohnheiten und Bewegungsprofile. Besonders problematisch: der Nutzer muß die Einspeisung seiner Daten ausdrücklich deaktivieren – werkseitig eingestellt, dürfen Alexa und Echo erst einmal alles.

Sicherheitsexperten warnen nicht nur vor Amazons Daten-Sammelwut, sondern auch vor der Möglichkeit, daß die Echo-Netzwerke von Hackern übernommen werden – dann befinden sich gigantische Mengen an sensibelsten persönlichen Daten in unbefugten Händen, die sie für hochkriminelle Aktivitäten nutzen können. Da beruhigt es wenig, daß Amazon versichert, die smarten Lautsprecher-Netzwerke seien ausreichend gegen Hackerangriffe geschützt.

Das größere Problem ist ohnehin, daß sich die meisten Nutzer völlig unreflektiert den großen Daten-Staubsaugern aussetzen. Kein Wunder, wenn die Großen Brüder immer mehr und immer Intimeres über den Einzelnen wissen. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Mike Hunter schreibt:

    Ja, aber die Bevölkerung iist inzwischen so dermaßen verblödet, dass sie garantiert darauf anspringen. Einige dieser Prachtexemplare von Intelligenzquotienten habe ich letztens noch vor mir gehabt. Und dabei kam dann ganz zufällig heraus, dass das vermeintlichabgeschaktete Biest Siri und Co. eben doch nicht abgeschaltet war. Auf die Beteuerung, „Siri läuft bei mir nicht!“, antwortete das auf dem Tisch liegende iPhone, „Hallo, ich habe deine Frage nicht verstanden!“ Welch ein Gelächter in der Runde! Bei mir kommt weder Siri, noch Alexa, noch Echo oder sonstwas ins Haus! Oh, doch, ein Störsender!

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