Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln: Rußland zieht mit Verbündeten ins Manöver

27. September 2020
Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln: Rußland zieht mit Verbündeten ins Manöver
International
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Moskau/Brest. Die neue Blockbildung des 21. Jahrhunderts zeigt Konturen: die russische Armee hält derzeit eine Reihe großangelegter Manöver mit internationalen Partnern ab. An der größten Übung, der „Kaukasus-2020“, nehmen dieser Tage unter anderem chinesische, iranische und weißrussische Soldaten teil. Noch bis Samstag finden Manöver sowohl an Land als auch auf See statt, darunter auch auf dem Schwarzen Meer. Insgesamt beteiligen sich 80.000 Teilnehmer an den Manövern, darunter mehr als 12.000 Soldaten.

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„Diese Übung ist der wichtigste Test des Jahres für die russischen Streitkräfte“, sagte der Moskauer Militärexperte Wasily Kaschin der Nachrichtenagentur AFP. Sie diene vor allem den „höchsten Rängen in der Führung der Armee“. Laut dem russischen Verteidigungsministerium kommen im Rahmen der Übung bis zu 250 Panzer, rund 450 weitere gepanzerte Fahrzeuge sowie Artilleriesysteme und Raketenwerfer zum Einsatz. Getestet wird dabei auch das schwere Flammenwerfer-System TOS-2, das erstmals bei der Moskauer Parade am 9. Mai öffentlich präsentiert worden war.

Die Erneuerung der Armee gehört zu den wichtigsten politischen Zielen des russischen Präsidenten Putin. 2018 hatten Rußland und China gemeinsam eine riesige Übung abgehalten, an der 300.000 russische Soldaten teilgenommen hatten.

Die derzeitigen Manöver werden auch als Zeichen der russischen Unterstützung für den weißrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko gewertet, der derzeit Ziel einer vom Westen gesteuerten Kampagne nach Maidan-Vorbild ist.

Parallel zu „Kaukasus-2020“ findet bereits seit Mitte des Monats die Übung „Slawische Bruderschaft“ statt, an der rund 900 russische und weißrussische Soldaten teilnehmen. Die Übungen werden unweit der weißrussischen Stadt Brest nahe der polnischen Grenze abgehalten. (mü)

Bildquelle: wikimedia/Alex Beltyukov

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Ein Kommentar

  1. Spionageabwehr schreibt:

    12.000 im Kaukasus/Schwarzmeer

    300.000 beim Manöver 2018 in Sibirien/Pazifik
    waren eine ganz andere Größenordnung.
    Der Hauptkonflikt spielt sich in Ostasien ab.
    Das hat Auswirkungen auch in Europa.

    Dann muss man schauen:
    Hat sich seit 2018 etwas verändert?
    Hat Russland eventuell seine Positon geändert?
    a) gegenüber den USA?
    b) gegenüber China?

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