ZUERST!-Hintergrund: Auf dem Weg zur Mensch-Maschine: Elon Musk stellt Gehirn-App vor

2. September 2020
ZUERST!-Hintergrund: Auf dem Weg zur Mensch-Maschine: Elon Musk stellt Gehirn-App vor
Kultur & Gesellschaft
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San Francisco. Es mutet an wie der Plot eines Science-Fiction-Films: High-Tech-Milliardär Elon Musk stellte der Öffentlichkeit jetzt Fortschritte auf dem Weg zur Digitalisierung des menschlichen Gehirns vor. Am Freitag präsentierte er den Prototyp eines Geräts seiner Firma Neuralink, das Daten zwischen Neuronen und einem Smartphone übermitteln kann. Das Gerät ist acht Millimeter dick und hat einen Durchmesser von 23 Millimetern. Es soll künftig im menschlichen Schädel plaziert werden.

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Potentielle Anwendungsgebiete beim Menschen sollen etwa in der Schmerzbehandlung oder der Behandlung von Sehstörungen, Hörverlust, Schlaflosigkeit oder Gehirnschäden sowie bei Rückenmark-Verletzungen liegen.

Musk hat bereits eine Vision vor Augen – er stellt sich vor, daß in Zukunft zum Beispiel verletztes Nervengewebe mit Hilfe der neuen Technologie überbrückt werden kann, damit Menschen wieder laufen können. „Die Neuronen sind wie Verkabelung. Und man braucht ein elektronisches Gerät, um ein elektronisches Problem zu lösen“, sagt Musk. Wann die neue Mensch-Maschine-Schnittstelle serienreif sein soll, ließ er offen.

Der aktuelle Neuralink-Prototyp ist unter anderem mit Temperatur-, Druck- und Bewegungssensoren ausgestattet.

„Das Gerät könnte also die Gesundheit überwachen und zum Beispiel bei Gefahr von Herzinfarkt oder Schlaganfall warnen“, sagte Musk. Der Mini-Computer im Kopf soll per Bluetooth-Funk mit einer App auf dem Smartphone kommunizieren können. Die Batterie soll etwa einen Tag lang ausreichen und drahtlos aufgeladen werden.

Bei Neuralink wird bereits seit langem an der Gehirn-App geforscht. An Schweinen konnten eindrucksvolle Ergebnisse erzielt werden – ihre Gehirninhalte können anhand des Implantants auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Dort läßt sich zum Beispiel ablesen, welche Gerüche die Schweine gerade erschnüffeln oder welche Gliedmaßen sie mit großer Wahrscheinlichkeit als nächstes bewegen werden.

Das alle sind aber nur erste Gehversuche mit einer zukunftsträchtigen – und nicht unproblematischen – Technologie. Musk geht davon aus, daß die neuen Kopf-Apps mitsamt ihrer Implantation nicht nur bald sehr viel preisgünstiger sein werden, sondern daß sie es über kurz oder lang ermöglichen werden, direkt aus dem Gehirn zu kommunizieren und zum Beispiel Geräte zu steuern, ohne dazu die Sprachwerkzeuge benutzen zu müssen. Und: „Ich denke, in der Zukunft wird man Erinnerungen speichern und wiedergeben können“, sagt Musk. (ts)

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Ein Kommentar

  1. Wolfsrabe schreibt:

    Der Mensch an sich entwickelt sich mit zurück und kann künftig wohl nicht einmal mehr sprechen. Braucht er auch nicht mehr dank Technik.

    Ich bezweifel trotzdem, daß diese Art von „Weiterentwicklung“ gemeint ist, den Nietzsche einst in seiner Vision des „Übermenschen“ sah.

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