Russische Geiseln in Libyen: Gefangen auf einem Pulverfaß

12. August 2020
Russische Geiseln in Libyen: Gefangen auf einem Pulverfaß
International
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Trotz des monatelangen, sogenannten Corona-„Shotdown“ fast überall auf der Welt hat sich das Tempo der geopolitischen Prozesse nicht verlangsamt. Diese Entwicklung ist besonders auf dem Krisenschauplatz Libyen zu beobachten.

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Das in Großbritannien ansässige „Syrische Observatorium für Menschenrechte“ bestätigte erst in Juli den erneuten Zustrom von 16.500 syrischen Terroristen nach Libyen zur Unterstützung der GNA-Regierungstruppen. Diese „Waffenhilfe“ wurde von der Türkei organisiert, die in Libyen mit ihrer Unterstützung für die umstrittene „Regierung der nationalen Übereinkunft“ (GNA) ihre eigenen geopolitischen Einflußziele verfolgt.

Außerdem: Das US-Militärkommando in Afrika, AFRICOM, kündigte an, daß es seine Brigaden in Tunesien aufstocken werde. Als Grund dafür wurden „Bedenken über russische Aktivitäten in Libyen“ genannt. Gleichzeitig startete die in Tripolis ansässige GNA-Regierung militärische Offensiven gegen die Städte Sirte und al-Jufra.

Im Mittelpunkt dieser explosiven Mischung stehen nach wie vor zwei russische Geißeln, die von der GNA-Regierung illegal festgehalten werden. Im Mai dieses Jahres wurde im russischen Fernsehen ein Film über das Schicksal der beiden russischen Wissenschaftler gezeigt – „Shugaley“.

Der Fall der beiden Geißeln ist für Rußland von hoher Bedeutung. Am 11. August kündigten der erste Trailer und die ersten Plakate die Fortsetzung des „Shugaley“-Films an, der von Maxim Shugaley und Samer Sueifan und ihrem Geißelschicksal in Libyen handelt.

Der erste Teil von „Shugaley“, basiert auf den damaligen Ereignissen in Libyen. Die Handlung verfolgt insbesondere den Besuch des russischen Soziologen Maxim Shugaley und seines Übersetzers Samer Sueifan in Libyen zur Durchführung einer soziologischen Studie. Die Arbeit der Soziologen war mit den örtlichen Behörden koordiniert worden, aber bei ihrer Ankunft wurden sie von Mitgliedern einer GNA-nahen, islamistischen Terrorgruppe verschleppt und in das berüchtigte libysche Mitiga-Gefängnis gebracht.

Die Fortsetzung des Films wird unter der Regie von Maxim Brius gedreht, die Premiere ist für September geplant. „Shugaley 2“ erzählt, wie die beiden Wissenschaftler versuchen, unter den härtesten Bedingungen als Gefangene in Libyen zu überleben.

Es ist bekannt, daß die Gefangenen des Mitiga-Gefängnisses unter unmenschlichen Bedingungen gehalten werden. Sie sind regelmäßig physischer Folter und psychologischem Mißbrauch ausgesetzt. Die Russen sind noch nicht formell angeklagt worden, und ihre Inhaftierung verstößt gegen das Völkerrecht.

„Shugaley“ und „Shugaley 2“ dienen auch dazu, die Situation in Libyen und das Ausmaß der Gesetzlosigkeit zu beleuchten, die vor allem in den GNA-kontrollierten Gebieten herrscht.

Die jüngsten Nachrichten aus Libyen zeigen die massive Instabilität und die wachsenden Spannungen, was die Bedrohung auch für die europäischen Länder erhöht. Abgesehen von einem Konflikt zwischen der oppositionellen libyschen Nationalarmee (LNA) und der GNA ist Libyen insbesondere zu einem Schauplatz von Machtkämpfen zwischen Ländern wie der Türkei und Ägypten geworden.

Die türkische Regierung hat sich ganz offen in den libyschen Konflikt eingemischt, indem sie Söldner und Terroristen aus Syrien, Tunesien und anderen Ländern dorthin entsandt hat, obwohl die meisten von ihnen mit der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Verbindung stehen.

Ägypten unterstützt indes die LNA und hat kürzlich eine mögliche Truppenentsendung nach Libyen angekündigt. Das ägyptische Parlament erklärte, daß ein solcher Schritt als Reaktion auf den von der Türkei unterstützten Versuch der GNA-Streitkräfte, den Luftwaffenstützpunkt Al-Jufra und die Stadt Sirte einzunehmen, unternommen werden könnte.

Die Türkei hat bereits mehrmals erklärt, daß sie beabsichtigt, eine große Militäroperation durchzuführen, falls Sirte und Al-Jufra nicht unter die Kontrolle des GNA geraten. Ägypten entgegnet, dies sei inakzeptabel. Somit könnten zwei der größten Streitkräfte im östlichen Mittelmeer vor einem Krieg stehen, der sehr nahe an den Küsten Italiens und anderer europäischer Länder stattfindet.

Eine weitere Bedrohung für Europa ist die illegale Migration über das Mittelmeer. Die Entwicklung des militärischen Konflikts würde zu einer neuen Flüchtlingswelle beitragen. Infolgedessen wäre mit einem drastischen Anstieg der Migrationsströme nach Europa zu rechnen, was auch vermehrt islamistischen Extremisten den Weg nach Europa ebnen würde. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gilt zudem als Unterstützer der radikal-sunnitischen Muslimbruderschaft, die in vielen arabischen Ländern als terroristische und extremistische Organisation verboten ist.

Darüber hinaus kann die Türkei, die in Libyen zunehmend eine aktive Rolle spielt, die Migration als Druckmittel für Europa nutzen, wie sie es bereits seit 2017 mit den syrischen Migranten macht. (CF)

Link: Hier geht es zur Netzseite des Films

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