Ostausschuß der deutschen Wirtschaft stellt sich gegen US-Sanktionspolitik: „Europas Souveränität verteidigen!“

12. August 2020
Ostausschuß der deutschen Wirtschaft stellt sich gegen US-Sanktionspolitik: „Europas Souveränität verteidigen!“
Wirtschaft
6

Berlin. Nach dem Drohbrief dreier US-Senatoren gegen den Hafen Sassnitz im Zusammenhang mit dem Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 hat sich jetzt der Ostausschuß der deutschen Wirtschaft zu Wort gemeldet und Gegenmaßnahmen gefordert. Der Vorsitzende des Ostausschusses, Oliver Hermes, erklärte in diesem Zusammenhang, es gehe längst nicht mehr nur um die russisch-deutsche Gasleitung.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

„Es ist in keiner Weise akzeptabel, daß amerikanische Abgeordnete einem deutschen Unternehmen mit dem finanziellen und wirtschaftlichen Ruin drohen, wenn es nicht den Forderungen der USA nachgibt. Dies gleicht einer Erpressung. Damit ist eine neue Eskalationsstufe erreicht“, sagte Hermes. Es gehe inzwischen vielmehr „um die Verteidigung einer freien Weltwirtschaft gegen willkürliche Beschränkungen einzelner Staaten. Wir müssen die Souveränität Europas, nicht nur in Energiefragen, gegen solche Eingriffe durch Drittstaaten verteidigen.“

Dafür müßten Deutschland und die EU der Sanktionspolitik der USA, die der Durchsetzung eigener Wirtschaftsinteressen diene, endlich geschlossen entgegentreten. „Lippenbekenntnisse bringen uns nicht weiter. Deshalb fordern wir Bundesregierung und EU-Kommission nachdrücklich dazu auf, deutsche und europäische Unternehmen wirksam vor solchen Übergriffen durch Drittstaaten zu schützen.“ Die deutsche Wirtschaft fordere einen „finanziellen und juristischen Schutzschirm“ für europäische Unternehmen gegen extraterritoriale Sanktionen von Drittstaaten. Darüber hinaus sei es „jetzt an der Zeit, über gezielte Gegenmaßnahmen nachzudenken“, schreibt Hermes in seiner Stellungnahme. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Government.ru/CC-BY 4.0

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Wer für die Krise gewappnet sein will, findet hier Informations- und Ausrüstungsmaterial:

https://netzladen.lesenundschenken.de/krisenbereit/

 1,112 Leser gesamt

Jetzt teilen:

6 Comments

  1. Spionageabwehr schreibt:

    Die Mackinder-Theorie von 1904

    Im Prinzip ja.
    Ein paar kleine Änderungen.
    1904 war Deutschland der Haupthandelskonkurrent,
    den die Anglos vernichten wollten.
    Heute ist es China.

    1904 waren Deutschland und Russland gleich stark.
    Heute würde Deutschland zur russischen Provinz werden.
    Ist das vielleicht sogar die Absicht?
    Machtverlagerung von Westrom USA nach Ostrom Russland?

    Siehe z.B. Weißrussland,
    das der Westen Putin gerade zuschieben will.
    Als Vortisch?

    • Ali Baba schreibt:

      1904 waren Deutschland und Russland gleich stark.“ ICH ZWEIFLE DARAN, DASS ES SO WAR..!! 1904 ODER EIN PAAR JAHRE FRUEHER GING ES IN RUSSLAND „SCHARF“ AUFWAERTS!! DIE RUSSEN HATTEN MEHR GELD IN BANKEN, KREDITE WAREN VON NIEDRGIEM PROZENTSATZ, DIE SCHWERINDUSTRIE ARBEITETE ERGIEBIGER, DIE PRODUKTION VON ROHEISEN WUCHS VON JAHR ZU JAHR, DIE SITUATION IN DER LANDWIRTSCHAFT BESSERTE SICH…ps Das beschrieb die russische Zeitung „Argumente und Tatsachen“.

      • Spionageabwehr schreibt:

        Beide spielten in der gleichen Liga.
        Damals wäre eine echte Partnerschaft möglich gewesen.
        Heute käme es einer Unterwerfung gleich.
        Sozusagen vom Regen USA in die Traufe Russland und dessen Hegemonialprojekt Eurasien.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Nirgendwo steht geschrieben, daß es souveränen Staaten verboten ist, Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Energieversorgung durchzuführen, soweit die Energieversorgung anderer Staaten dadurch nicht beeinträchtigt wird. Das ist beim europäisch-deutsch-russischen Pipeline-Projekt Nord Stream 2 unbestritten der Fall. Die Energieversorgung der USA und anderer Staaten wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt! US-Sanktionen bzw. Drohungen mit selbigen gegen dieses Projekt, das die USA einen Scheißdreck angeht (Verzeihung für meine drastische Wortwahl), sind nichts weiter als eine Erpressung und eine unerhörte Einmischung in die legalen Angelegenheiten souveräner Staaten.

    „Jetzt ist es an der Zeit, über gezielte Gegenmaßnahmen „nachzudenken““, so der Vorsitzende des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes. Nun, ich meine, zum „Nachdenken“ war ja wohl genug Zeit, jetzt muß gehandelt werden!

  3. Spionageabwehr schreibt:

    Im Westen gibts nichts mehr zu gewinnen

    Das ganze Ding geht gerade unter.
    Also loslassen.
    Aber in Deckung bleiben,
    um nicht selbst zum US-Angriffsziel zu werden.

    Auch bei Putin aufpassen,
    dass er einem nicht in den Rücken fällt.
    Er sieht Russland nach wie vor als Ost-„Alliierter“ der USA:
    „Die Alliierten des II. WK müssen sich vereinen,
    um der Weltkrise entgegen zu treten.“

    Weltkrise = Fall der USA + Aufstieg Chinas

  4. Malehrlich schreibt:

    den Amerikanern schwimmen die Felle weg, die Gasleitung ist nur Vorwand !
    Sie fürchten nichts mehr, als dass die Deutschen mit den Russen zu nahe kommen.
    Drohender Verlust der Weltmacht, das macht sie ganz krank….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.