Armselig: Kniefall vor „Black Lives Matter“ – König Philippe von Belgien entschuldigt sich für Kolonialzeit

2. Juli 2020
Armselig: Kniefall vor „Black Lives Matter“ – König Philippe von Belgien entschuldigt sich für Kolonialzeit
International
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Brüssel. Jetzt ist auch ein gekröntes Haupt vor den „Black Lives Matter“-Umtrieben eingeknickt: mit dem belgischen König Philippe hat sich erstmals überhaupt ein belgisches Staatsoberhaupt zu „Gewalt und Grausamkeit“ während der Herrschaft über Kongo bekannt und sich dafür entschuldigt.

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Auch in Belgien war die Kritik an der kolonialen Vergangenheit in den letzten Wochen – im Zuge der „Black Lives Matter“-Demonstrationen – lauter geworden. König Philippe, Nachkomme König Leopolds II., brach nun mit einem Brief an den kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi anläßlich des 60. Jahrestages der Unabhängigkeit des Landes das Schweigen und erklärte, während der belgischen Kolonialherrschaft seien dort „Akte der Gewalt und Grausamkeit“ begangen worden, „die immer noch schwer auf unserer kollektiven Erinnerung lasten“.

Auch während der folgenden belgischen Kolonialzeit habe es „Leiden und Erniedrigungen“ gegeben. „Ich möchte mein tiefes Bedauern über diese Wunden der Vergangenheit bekunden, deren Schmerz heute wieder zu spüren ist wegen Diskriminierungen, die es in unserer Gesellschaft noch allzu oft gibt“, schrieb Philippe.

Beobachter weisen darauf hin, daß die Initiative durchaus ungewöhnlich ist, weil die belgische Verfassung dem König für politische Stellungnahmen enge Grenzen setzt. Sie müssen im Einklang mit der Regierung stehen. Allerdings gab die Regierungschefin dem König unverzüglich Rückendeckung. Er habe sich in „vollständiger Übereinstimmung mit der Regierung“ geäußert, sagte Sophie Wilmès – sie brachte ihrerseits eine Plakette zum Gedenken an die Unabhängigkeit Kongos am Rathaus von Ixelles an. In diesem Brüsseler Stadtviertel leben Tausende Kongolesen.

Die Abgeordneten des belgischen Parlaments haben sich angesichts der „Black Lives Matter“-Umtriebe schon vor zwei Wochen mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, eigens eine „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ einzusetzen, die die belgische Kolonialvergangenheit aufarbeiten soll. Diese war zuletzt wieder ins öffentliche Bewußtsein getreten, weil sich der Unmut vieler der aktuellen Demonstrationen gegen Denkmäler für den früheren König Leopold II. (1885 – 1908) richtet, während dessen Regierungszeit die belgische Kolonie Kongo ausgebeutet wurde. Einige Universitäten und Gemeinden haben bereits Statuen des Königs entfernt. (mü)

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2 Comments

  1. Claus schreibt:

    Na ja, es wird geschätzt, dass damals (Suchbegriff: Kongogräuel) acht bis zehn Millionen Kongolesen den Tod fanden, etwa die Hälfte der damaligen Bevölkerung. Wer sein Arbeitspensum nicht erreicht hat, dem wurden schon einmal die Hände abgehackt. Allerdings muss man auch erwähnen, dass diese Gräueltaten meist von einheimischen Soldaten/Polizisten (der sog. Force Publique) verübt wurden. Diese wurden jedoch von europäischen Offizieren angeführt.

    Wenn man bedenkt, wie man uns Deutschen unsere Vergangenheit seit Jahrzehnten unermüdlich um die Ohren wirft.

  2. Pingback: Endzeit-Umschau – Juli 2020 – Deutsches Herz

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