Grünen-Politiker Boris Palmer hält nichts von Stigmatisierung der AfD

27. Februar 2020
Grünen-Politiker Boris Palmer hält nichts von Stigmatisierung der AfD
Kultur & Gesellschaft
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Tübingen. Der Oberbürgermeister Tübingens, der Grünen-Politiker Boris Palmer, hat sich dagegen ausgesprochen, der AfD eine Mitschuld am Hanauer Amoklauf zu geben. In einem Gastbeitrag für die F.A.Z. schrieb Palmer, wenn man die AfD stigmatisiere und verbanne, spiele man der Partei sogar in die Hände.

Auch kritisierte Palmer die derzeit medial und politisch weit verbreitete These, ein politisch inkorrekter Sprachgebrauch könne dafür Sorge tragen, als Nährboden für schwere Gewalttaten zu fungieren.

„Er warnte, daß der inflationäre Gebrauch des Rassismus-Vorwurfs gegenüber einer Kopftuchkritikerin wie Alice Schwarzer oder einer Kulturkritikerin wie Anja Rützel es Rassisten erlaube, sich hinter ehrenhaften Menschen in Deckung zu bringen“, faßt „Der Tagesspiegel“ in seiner „Morgenlage“ zusammen. (se)

Bildquelle: Björn Láczay/Flickr/CC BY 2.0

8 Comments

  1. Denken ist (noch) nicht verboten... schreibt:

    Er ist ja auch ein Sohn von „Remstal-Rebell“ Helmut Pallmer.
    Der ließ sich auch nicht das Denken (und auch nicht den Mund) verbieten 😉

    Wir bräuchten mehr sollche „Rebell-Söhne“ und weniger politische Idioten ohne Bildung (wie z.B. manche Studienabrecherinnen an der Spitze der Grünen) und Verstand, die in seiner Partei leider die Mehrheit sind.

  2. hans schreibt:

    Der einzige in dieser dekadenten „Partei“ der scheinbar etwas hirn hat.

  3. Lida schreibt:

    Es ist ja auch jedem normalen Menschen klar, dass die „politisch korrekt“ verhunzte Sprache nicht sanftmütiger macht und dass die AfD keine Schuld daran trägt, dass es in Hanau einen Irren gibt. Es ist heute in Deutschland doch alles wie in einer Anstanlt oder wie im Kindergarten. Die Kinder können bekanntlich böse sein.

  4. Kalle schreibt:

    Sehr ehrlich, aber vor allem mutig!!!
    Selbst in dieser inquisitorischen Partei gibt es Leute, die Hirn und Anstand haben – was ihn umso mehr heraushebt.
    In der CDU/CSU kommen solche Leute nicht vor.

  5. Aspasia schreibt:

    Der Mann hat erkannt, daß Ächtungen, Verteufelungen, Ausgrenzungen und Verfolgungen seit allen Zeiten nur Unheil bringen.

  6. Peter Behrendt schreibt:

    Es ist doch nicht zu fassen: Da sind tödliche Schusswaffen zugänglich für jeden einsamen Spinner und Vollpfosten. Man muss nur Vereinsmitglied sein!!!!!!??? Und die starke Lobby der Sportschützen reagiert mit Hilflosigkeit. Was sind das für strenge Gesetze???
    Statt sich über die AFD herzumachen, sollte dieser Irrsinn gestoppt werden.

  7. Eidgenosse schreibt:

    Naja, ein Freund der AfD wird er wohl nicht werden. Mechtersheimer war auch mal grün und stellte sich dann später NPD-nahe dar. Aber die alten Gründer sind bei den Grünen weitgehend ausgestorben oder wurden rausgeschmissen.

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