„Tagesschau“ schummelt wieder: „Fridays for Future“-Schülerin ist in Wirklichkeit Pressesprecherin

5. Dezember 2019
„Tagesschau“ schummelt wieder: „Fridays for Future“-Schülerin ist in Wirklichkeit Pressesprecherin
Kultur & Gesellschaft
4

Berlin. Die bundesdeutschen „Qualitätsmedien“ zeigen immer weniger Scheu, in ihrer Berichterstattung zu manipulieren oder bedarfsweise auch drall zu fälschen. Ein aktuelles Beispiel dafür bietet ein Bericht der „Tagesschau“ vom 29.11. über den „Klimastreik“ an diesem Tag. In diesem Zusammenhang interviewte die „Tagesschau“ in Köln eine 14jährige, die vor den Kameras äußerte, ihre schulischen Leistungen seien infolge ihres Engagements für den „Klimaschutz“ deutlich schlechter geworden. Ein Problem sehe sie eigenen Angaben zufolge darin nicht – wörtlich:

„Ich bin deutlich schlechter in der Schule geworden. Von einer Einser- zu einer Vierer-Schülerin. Aber das nehme ich in Kauf, weil ich es für das Richtige mache. Das Klima hat höchste Priorität und sollte über meinen schulischen Leistungen stehen.“

Aber: bei der interviewten Schülerin handelt es sich, wie sich inzwischen herausstellte, keineswegs um eine spontan aus der Menge herausgegriffene Zufalls-Interviewpartnerin, sondern um eine Nachwuchsschauspielerin namens Maira Kellers. Ihr Berufsprofil ist im Internet zu finden unter:

www.castforward.de/members/profile/maira-kellers.

Weiters stellte sich heraus, daß Maira Kellers keineswegs eine „normale“ Schülerin ist. Sie wird vielmehr auf der offiziellen Webseite von „Fridays for Future“ als eine der Pressesprecherinnen mit Kontakt-Telefonnummer angeführt. Die „Tagesschau“ wies auf diesen Umstand nicht explizit hin – auch nicht, als sie die Äußerung isoliert und unkommentiert auf ihrer Instagram-Seite wiedergab.

Einige Social-Media-Nutzer sehen darin – insbesondere in Anbetracht der aus ihrer Sicht ohnehin distanzlosen Berichterstattung über „Fridays for Future“ – einen Akt der Manipulation und rufen zur Einreichung einer Programmbeschwerde auf.

Das ZDF hatte in ähnlicher Weise im Oktober im Zuge der Debatte um den Boykottaufruf mehrerer Biomärkte gegen einen Hirsehersteller, der gleichzeitig AfD-Politiker ist, eine Bundestagsabgeordnete der Grünen als vermeintlich willkürlich herausgegriffene „Kundin“ eines Bioladens präsentiert.

Als Reaktion auf Kritik in den sozialen Medien entfernte das ZDF das Video zunächst und stellte es später mit einer neuen Beschriftung wieder online. (rk)

4 Comments

  1. Bernd Sydow schreibt:

    Motto und Durchführung von „Fridays for Future“ kamen mir schon von Anfang an ziemlich professionell vor. Und dies alles sollen sich Schüler ausgedacht haben – mit Greta Thunberg als Gallionsfigur? Da steckt doch hundertprozentig ein hochprofessionelles Team dahinter! Und: Friday ist Schultag.

    Da wäre es ehrlicher, diesen Tag der Schülerdemo für „Klimaschutz“ besser „school-skipping for future“ zu nennen.

  2. Mark schreibt:

    Über dieses schauspielerische Schmierentheater, noch dazu von den Hofberichterstattern der ÖR inszeniert, wundere ich mich nicht im geringsten. Zusätzlich dazu gibt es genug Statisten, die gegen Geldzuwendungen „zufällig“ im Bild erscheinen und interviewt werden. Je nachdem, in welche gewünschte Richtung die Meinungsbildung der Zuschauer gelenkt werden soll. Alter Hut, aber – es gibt leider immer noch genug Zuschauer, die das alles für bare Münze nehmen, nach dem Motto: „Das-ham’wa-ja-schließlich-im-Fernsehen-gesehn.“ Paßt schon…

  3. Lügen haben kurze Beine... schreibt:

    „ihre schulischen Leistungen seien infolge ihres Engagements für den „Klimaschutz“ deutlich schlechter geworden.“

    „Schulschwänzerfreitag für Verdummung“ wäre die bessere Bezeichnung…

  4. naja schreibt:

    „Qualitätsmedien“ schöne Bezeichnung. Einer ist ein Sportsender geworden (ARD/ZTF im Wechsel) Maximal 23.4% Marktanteil am 12.11.19 und 5,3 Millionen Zuschauer, aber 28 Millionen Haushalte zahlen für die vielen Widerholungen der Filme und jeden Tag Amerika und jeden Tag „Trump“ ! Wo leben wir ? Aber über 28 Eurostaaten ist großes Schweigen und in Russland gibt es keinen Sturm,dafür haben wir Maischberger,Illner und Böhmermann.Und der Journalistenverband will höhere Gebühren.
    Zeit die Zwangsgebühren abuschaffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.