München praktiziert den Bevölkerungsaustausch: 65,3 Prozent der städtischen Sozialwohnungen gehen an Ausländer

25. September 2019
München praktiziert den Bevölkerungsaustausch: 65,3 Prozent der städtischen Sozialwohnungen gehen an Ausländer
National
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München. In der bayerischen Landeshauptstadt München werden mittlerweile rund zwei Drittel der städtischen Sozialwohnungen an nichtdeutsche Wohnungssuchende vergeben. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten städtischen „Wohnungssituationsbericht“ für den Zeitraum 2016/17 hervor.

Die Ausländeranteile an den in München vergebenen städtischen Sozialwohnungen stiegen in den letzten gut zehn Jahren kontinuierlich an: 2008 etwa entfielen 49,7 Prozent der Vormerkungen für eine Sozialwohnung auf Ausländer, bei den tatsächlichen Vergaben gingen 41,9 Prozent an ausländische Haushalte. In den letzten Jahren – um das Jahr 2010/2011 – kippten die Mehrheiten, und erstmals wurden 2011 mehr als die Hälfte der Münchner Sozialwohnungen, nämlich 51 Prozent, an Ausländer vergeben.

Seither explodierten die Ausländeranteile, und den vorläufigen Höhepunkt weist nun der aktuelle „Wohnungssituationsbericht“ für das Jahr 2017 aus: bei einem offiziellen Bevölkerungsanteil von 28,1 Prozent merkten die städtischen Wohnungsbehörden 2017 sage und schreibe 60,9 Prozent Ausländer für eine Sozialwohnung vor, übertroffen erstmals von den tatsächlich an Ausländer vergebenen Sozialwohnungen – dieser Wert lag 2017 bei stattlichen 65,3 Prozent.

Umgekehrt ausgedrückt: nur noch 34,7 Prozent der Münchner Sozialwohnungen gingen 2017 an deutsche Wohnungssuchende, fast zwei Drittel dagegen an nichtdeutsche. Nicht umsonst trägt das Wohnungsamt in der bayerischen Landeshauptstadt die offizielle Bezeichnung „Amt für Wohnen und Migration“. (ts)

Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

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