Pikanter Vorwurf: Israel soll Handy-Abhörgeräte in der Nähe des Weißen Hauses plaziert haben

15. September 2019
Pikanter Vorwurf: Israel soll Handy-Abhörgeräte in der Nähe des Weißen Hauses plaziert haben
International
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Washington. Israel gilt als engster Verbündeter der USA im Nahen und Mittleren Osten und verfügt selbst über eine starke Lobby in der US-Regierung. Dennoch traut Tel Aviv der US-Regierung unter Präsident Trump offenbar nicht über den Weg. Denn Medienberichten zufolge soll Israel Mobilfunk-Abhörgeräte in der Nähe des Weißen Hauses in Washington plaziert haben. Die US-Zeitschrift „Politico“ beruft sich dabei auf drei frühere US-Geheimdienstmitarbeiter.

Die Abhörgeräte sollen die Funktion von Mobilfunkmasten imitiert und Handys dazu gebracht haben, Daten zu übermitteln. Sie könnten außerdem Gespräche aufzeichnen, so das Blatt.

Die US-Regierung sei zu dem Schluß gekommen, daß die Geräte wahrscheinlich von israelischen Spezialisten installiert worden seien, um Präsident Trump und sein Umfeld zu bespitzeln.

Das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu wies die Vorwürfe als „unverfrorene Lüge“ zurück und verwies auf die langjährige Vereinbarung mit den USA, keine Aufklärungsoperationen auf US-Boden durchzuführen.

Trumps Administration, die sich selbst als die am meisten pro-israelische Administration in der US-Geschichte bezeichnet, habe sehr milde auf diese Entdeckung reagiert und auf eine Rüge ihres Verbündeten verzichtet. Unter der Obama-Administration wäre die Reaktion aber ganz anders gewesen, betonte einer der Ex-Geheimdienstler gegenüber „Politico“.

Elad Strohmayer, Sprecher der israelischen Botschaft in Washington, kommentierte die Zeitungsmeldung ebenfalls: „Diese Vorwürfe sind ein absoluter Schwachsinn. Israel führt keine Spionageoperationen in den Vereinigten Staaten. Punkt.“ Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/Matt H. Wade @thatmattwade/CC BY-SA 3.0 (Bildformat bearbeitet)

Ein Kommentar

  1. Scipted Reality schreibt:

    Haben die Israelis ein Glück, daß sie keine Iraner oder Chinesen sind.

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