FPÖ faßt Tritt: Landeschefs erklären sich einhellig für Hofer als Spitzenkandidaten

26. Mai 2019
FPÖ faßt Tritt: Landeschefs erklären sich einhellig für Hofer als Spitzenkandidaten
National
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Wien. Auch in der Krise demonstriert die FPÖ Einigkeit und ist um einen geordneten Übergang in die Nach-Strache-Ära bemüht. Jetzt haben sich die neun freiheitlichen Landesvorsitzenden klar hinter den designierten Parteichef Norbert Hofer gestellt. „Die freiheitliche Familie“ stehe geschlossen hinter Hofer und „spricht sich auch klar dafür aus, daß er als Spitzenkandidat für die kommende Nationalratswahl nominiert wird“, teilte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker mit. Eine „zentrale Rolle“ im bevorstehenden Nationalratswahlkampf soll auch dem jetzt im Zuge der „Ibiza-Affäre“ entlassenen Innenminister Herbert Kickl zukommen.

Alle neun FPÖ-Landesobleute hätten ihm ihre Unterstützung für Hofer versichert, erklärte Hafenecker in einer Pressemitteilung. Er verweise damit „mediale Berichte über einen Richtungsstreit zwischen Hofer und Kickl ins Reich der Fantasie“. Auch der von Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf Gesuch von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) aus dem Amt entlassene Ex-Innenminister Kickl wird in der Presseerklärung mit den Worten zitiert: „Ich gehe davon aus, daß der Bundesparteivorstand, der kommende Woche tagt, Norbert Hofer zum Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl nominieren wird.“

Aber auch Kickl soll laut FPÖ im Nationalratswahlkampf ein entscheidender Part zukommen: „Herbert Kickl hat in der Sicherheits- und Zuwanderungspolitik großartige Arbeit geleistet. Im Wahlkampf werden wir auch bei diesem Thema einen Schwerpunkt setzen. Herbert Kickl ist bei unseren Wählerinnen und Wählern sehr beliebt und wird daher auch im Wahlkampf eine zentrale Rolle einnehmen“, heißt es in der Mitteilung. (mü)

2 Comments

  1. Bernd Sydow schreibt:

    Die einhellige Entscheidung der neun FPÖ-Landesvorsitzenden für Norbert Hofer als Spitzenkandidat für die kommende Nationalratswahl ist die beste, die in dieser Stunde der Not der FPÖ getroffen werden konnte! Denn im Gegensatz zu Straches kämpferischem Naturell hat Hofer ein eher moderates, lagerübergreifend ausgleichendes Wesen.

    Zur Erinnerung: Hofer war FPÖ-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten und Gegenkandidat zum grünen Mitbewerber Van der Bellen. Daß Hofer ihm letztlich unterlag, war das Resultat der FPÖ-feindlichen Propaganda der links-grünen Medien. Aber dies vollzog sich zeitlich vor dem Versagen der Altparteien respektive der damals amtierenden Regierung bei der aufzuhalten gewesenen Masseninvasion aus inkompatiblen Kulturen. Nun freilich werden die Karten neu gemischt!

    Noch ein Wort zur Entlassung von Innenminister Kickl:
    Ihm hat man damit Unrecht getan, denn er hat keine Schuld auf sich geladen. Vielmehr war alles, was er als Innenminister verfügte, zum Wohle seines österreichischen Volkes und Vaterlandes!

  2. Eidgenosse schreibt:

    Das ist gut – Hofer, auch charakterlich wohl einwandfrei, und Kickl war der absolute Über-Minister – sehr gute Arbeit. Das wissen auch die Wähler dort. Schade nur um Gudenus, der war eigentlich auch ganz gut aber einen solchen Patzer kann man sich in dieser Position nicht leisten. Glück auf neue FPÖ – es kann noch viel besser werden und der aalglatte Kurz wird seinen Canossa-Gang noch antreten, da bin ich mir ganz sicher.

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