Die künftigen Regionalmächte formieren sich: Erdogan sieht gemeinsamen Militäreinsatz Rußlands, Syriens und der Türkei

19. Februar 2019
Die künftigen Regionalmächte formieren sich: Erdogan sieht gemeinsamen Militäreinsatz Rußlands, Syriens und der Türkei
International
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Ankara. Auf dem Konfliktschauplatz in Syrien wird eine Allianz der künftigen Regionalmächte sichtbar. Jetzt hat der türkische Präsident Erdogan angedeutet, die Türkei, Rußland und der Iran könnten einen gemeinsamen Militäreinsatz in der syrischen Rebellenprovinz Idlib durchführen. Es gebe keine Gründe, die dagegen sprächen, sagte Erdogan nach einem Bericht des Senders NTV von Samstag.

Details nannte Erdogan nicht. Die drei Länder hatten vor zwei Tagen im russischen Sotschi über die Lage im Syrien-Krieg beraten – auf einer Art Gegen-Konferenz zu der von den USA einberufenen Anti-Iran-Konferenz in Warschau.

Rußland, die Türkei und Iran sind sich einig darin, die Rebellen in der letzten verbliebenen Rebellenhochburg in der Provinz Idlib zu bekämpfen. Dort hat die islamistische Miliz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) die Kontrolle. Nach Einschätzung von Beobachtern werden nach dem absehbaren Rückzug der USA vom syrischen Konfliktschauplatz Damaskus und die Verbündeten der legitimen Regierung Assad, Rußland und Iran, tonangebende Mächte sein, was eine gravierende Machtverschiebung in der Region zur Folge haben könnte. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/Kremlin.ru/CC BY 4.0

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