Marine Le Pen nach dem ersten Wahlgang: „Die Franzosen müssen die Gelegenheit ergreifen“

25. April 2017
Marine Le Pen nach dem ersten Wahlgang: „Die Franzosen müssen die Gelegenheit ergreifen“
International
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Henin-Beaumont. Nach ihrem erfolgreichen Einzug in die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahl sprach die Kandidatin des Front National, Marine Le Pen, von einem „historischen” Wahlergebnis. „Alle Patrioten” mögen sie in der zweiten Runde unterstützen, rief sie auf. Es sei an der Zeit, das französische Volk von seiner „arroganten Elite” zu befreien.

In einer Stellungnahme vor ihren Wählern in der nordfranzösischen Stadt Henin-Beaumont, einer Hochburg des Front National, sagte die Europaabgeordnete und Parteichefin am Sonntagabend: „Ihr habt mich in die zweite Runde getragen. Ich möchte euch Wählern meinen tiefsten Dank ausdrücken. Das ist ein historisches Resultat. Es geht um ein Volk, das den Kopf hebt. Die Franzosen müssen diese große Gelegenheit ergreifen.”

Weiter erklärte sie: „Es ist Zeit, das französische Volk von den arroganten Eliten zu befreien, die ihm sein Verhalten vorschreiben wollen.“ „Denn die große Herausforderung dieser Wahl ist die wilde Globalisierung, die unsere Zivilisation gefährdet.” Marine Le Pen sprach von einer Entscheidung zwischen der „totalen Deregulierung ohne Grenzen und ohne Schutz” und „Grenzen, die unsere Jobs schützen, unsere Kaufkraft, unsere Sicherheit, unsere nationale Identität”.

Mit Marine Le Pen steht der Front National zum zweiten Mal in einer Stichwahl zur Präsidentenwahl. 2002 schaffte es ihr Vater Jean-Marie Le Pen mit knapp 17 Prozent. (mü)

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2 Comments

  1. Harry Schneider schreibt:

    LePen ist nicht nur Frankreichs letzte und einzige Chance sondern auch Europas .

  2. Wolfgang Stallbaum schreibt:

    Alle Leute, die mit vielen guten Gründen gegen TTIP und CETA zu Millionen auf die Straßen gegangen sind, können zumindest der Logik nach nur Marine Le Pen unterstützen.

    Warum die in allen EU-Ländern tätige Stopp-TTIP-Initiative von den deutschen EU-Parlamentariern ausgerechnet Beatrix von Storch, Marcus Pretzell und Udo Voigt notorisch ignoriert, obgleich sie entschiedene Gegner des Globalismus sind, ist befremdlich. Welche finsteren Interessen stehen hinter solch einer sachwidrig agierenden Initiative? Globale Blutsaugerei und globale Ausbreitung von Giftstoffen zu verhindern erfordert ebenso wie das Verhindern globaler Kriege das Setzen von klaren Grenzen in vielerlei Hinsicht, z.B. rechtliche Grenzen.

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