Farage hofft auf Trump: „Hört auf, auf den russischen Bären einzuprügeln“

13. Januar 2017
Farage hofft auf Trump: „Hört auf, auf den russischen Bären einzuprügeln“
International
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London. Der frühere UKIP-Chef und Brexit-Initiator Nigel Farage hat sich erneut mit Nachdruck für bessere Beziehungen zu Rußland ausgesprochen. Man solle endlich aufhören, immer nur „auf den russischen Bären einzuprügeln“, zitiert die britische Tageszeituing „Daily Express“ den britischen Europaabgeordneten.

Große Hoffnungen setzt Farage dagegen auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump: „Es gibt nur einen einzigen Mensch, der einen Ausweg aus dieser Sackgasse zu finden anstrebt. Und das ist Donald Trump“, so Farage. „Sie können ihn lieben oder hassen, aber eines steht fest: Er wird anders vorgehen. Er wird einen Versuch unternehmen – und man wird ihm entgegenkommen.“

Die EU dagegen kritisiert Farage für das Fehlen jeglicher Vorstellungen darüber, wie man das Verhältnis zu Rußland verbessern könnte: „Ich glaube, wir müssen unser Verhalten überdenken. Aus meiner Sicht erregt eine ständige Erweiterung der EU nach Osten zusammen mit der Bildung einer EU-Armee Besorgnis.“ Man befinde sich in einem Zustand des Kalten Krieges. (mü)

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2 Comments

  1. Claus Ernst schreibt:

    Das Russland-bashing in den führenden westlichen Medien ist das erbärmlichste, was ich auf der politischen Weltbühne in den letzten
    Jahrzehnten gesehen und gehört habe. In diesem Zusammenhang sei jedem
    Zeitgenossen zu empfehlen unter Wikipedia nach John Swinton zu googeln,
    der immerhin 12 Jahre Leitartikler der New York Times war und sich dessen
    Einschätzung über die sogenannte freie Presse zu eigen zu machen. Die
    Verstrickung und Abhängigkeiten der Meinungsmacher, oder besser Meinungsdiktatoren in die strategischen Pläne der formell und informell
    herrschenden Kreise ist heutzutage noch wesentlich ausgeprägter, als es
    seinerzeit der Fall war. Lügen- und Lückenpresse ist eher noch eine
    euphemistische Umschreibung an die Adresse der führenden Printmedien.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Was heißt hier „Fehlen jeglicher Vorstellungen darüber, wie das Verhältnis zu Rußland zu verbessern wäre?“. Diese bürgerferne, zentralistisch-bürokratische EU hat doch bisher gar kein Interesse daran erkennen lassen, sonst hätte sie die Sanktionen gegen Rußland längst zurückgenommen. Dies wäre nämlich die Grundvoraussetzung für ein besseres Verhältnis zu Rußland.

    Bei der Rußland-Frage war und ist die EU ganz auf Linie mit dem in Kürze abtretenden US-amerikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger (für welche Friedenstat?) Obama, der mit seinen jüngsten militärischen Provokationen gegenüber Rußland seinem Nachfolger Donald Trump ein wahres Kuckucksei ins Nest gelegt hat. Trump aber wird mit Sicherheit eine moderate Politik gegenüber Rußland betreiben, der sich EU-Europa auf Dauer wohl kaum wird verschließen können.

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