Lawrow in München: „Es geht offenbar vor allem darum, die russischen Luftangriffe zu beenden“

14. Februar 2016
Lawrow in München: „Es geht offenbar vor allem darum, die russischen Luftangriffe zu beenden“
International
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München. Nach US-Außenminister John Kerry hat auch Rußlands Außenminister Sergej Lawrow vor einem Scheitern der Münchner Vereinbarung für eine Waffenruhe in Syrien gewarnt. Lawrow äußerte darüber hinaus einen naheliegenden Verdacht: „Offensichtlich geht es vor allem darum, die Angriffe der russischen Luftwaffe zu beenden.“

Er habe langsam Zweifel und sei sich nicht mehr ganz sicher, ob das Münchner Treffen der sogenannten Syrien-Unterstützergruppe so erfolgreich gewesen sei, sagte Lawrow auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er stellte in Zweifel, ob die USA wirklich zu weiteren Schritten bereit seien. Nötig sei aber eine enge militärische Kooperation zwischen USA und Rußland.

Konferenzchef Wolfgang Ischinger fragte Lawrow und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier unterdessen, wie hoch sie auf einer Skala von 1 bis 100 die Chance einschätzten, daß es wirklich zu einer Feuerpause komme. Steinmeier antwortete: „51“, Lawrow mit „49“. Darauf warf der britische Außenminister Philip Hammond, der ebenfalls neben Lawrow auf dem Podium saß, ein, für ihn hätten sich Lawrows Worte angehört wie „irgendwo nahe null“. (mü)

 

Bildquelle: Wikipedia/Dura-Ace/CC BY-SA 3.0

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2 Comments

  1. Horst S. schreibt:

    Lawrow spricht von russischen Luft-ANGRIFFEN? Hat er das wirklich so gesagt? Oder steckt eine Verfälschung der Lügenpresse hinter dieser Meldung? Die Russen sind auf Bitten Syriens in Syrien bei der Abwehr von Terroristen behilflich. Das ist völkerrechtlich gerade KEIN Angriff! Allenfalls die fremde und ferne Hochfinanz dürfte sich von Russlands Wirken für Syrien angegriffen fühlen.

  2. Peter Werner schreibt:

    Mit der Waffenruhe soll wohl vor allem dem IS eine Atempause gewährt werden, damit die Terroristen ihre Operationen wieder organisieren können. Völlig richtig, daß sich Rußland darauf nicht einläßt. Und das „49%“ war natürlich nur die passende Antwort auf das unverschämte „51%“ von Steinmeier.

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