Bundesentwicklungshilfeminister Müller: „Die größten Fluchtbewegungen kommen erst noch“

8. Februar 2016
Bundesentwicklungshilfeminister Müller: „Die größten Fluchtbewegungen kommen erst noch“
International
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Berlin. Es klingt fast wie eine weitere Politiker-Einladung an die Adresse vorgeblicher „Flüchtlinge“, was Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) der „Bild“-Zeitung gegenüber erklärte: „Erst zehn Prozent der in Syrien und Irak ausgelösten Fluchtwelle ist bei uns angekommen.“ Acht bis zehn Millionen seien noch unterwegs.

Überhaupt: die größten Fluchtbewegungen stünden erst noch bevor, denn: „Afrikas Bevölkerung wird sich in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln.”

Anders als die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung, die die Zuwanderungssituation inzwischen für schlichtweg aus dem Ruder gelaufen hält und der Merkel-Regierung keine Lösungskompetenz mehr zutraut, zieht der CSU-Minister daraus allerdings nicht die Konsequenz, daß vorrangig Europas Grenzen dichtgemacht werden müßten. Sondern: Europa müsse seine Verantwortung „in einer anderen Dimension wahrnehmen“. Der Wohlstand Europas sei auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut worden.

Eine solche Einstellung läßt für die Bewältigung oder gar Abwehr der nächsten „Flüchtlings“-Millionen nichts Gutes erwarten. Müller: „Afrikas Bevölkerung wird sich in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln. Ein Land wie Ägypten wird auf 100 Millionen Menschen anwachsen, Nigeria auf 400 Millionen.” Man müsse vor Ort in Bildung, Ausbildung und Perspektiven investieren. Und für Syrien und Irak brauche es „einen europäischen Wiederaufbaufonds von 10 Milliarden Euro.”

Der dürfte weitere Millionen von „Flüchtlingen“, die sich von deutschen Politikern nach Europa eingeladen sehen, allerdings nicht sonderlich interessieren. (mü)

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4 Comments

  1. Wolfgang S. schreibt:

    Nun hat sich das BRD-Regime noch einmal als völlig undeutsch und antieuropäisch erwiesen. Von der Lügenpresse (J.Friedmanns „Süddeutsche“) lässt Merkel ihr „Entsetzen“ über die russischen Militärmaßnahmen in Syrien propagieren, gemeinsam mit dem Kurdenschlächter-Regime in der Türkei, das sie durch Besuch aufgewertet hat. Von den über 60 Jahren US-Terrorismus im Orient sagt sie nichts.

    In einem Volk, wo ein Hegel eine ausführliche dialektische Logik entwickelt hat, ist solche Einseitigkeit eine Schande. Sogar sogar im wüstenreligiös überfremdeten Mittelalter wurden anhand von Resten antiker Tradition in gebildeten Kreisen Pro-und-Contra-Verfahren angewendet, wie etwa in den Quaestiones des Thomas von Aquin.

    Anscheinend haben russische und reguläre syrische Streitkräfte mittlerweile sehr viel Lebensraum wieder sicher und bewohnbar gemacht, so dass die Vertriebenen, evtl. zwecks Wiederaufbau, heimkehren können.

  2. Wolfsrabe schreibt:

    Abgesehen von der kulturellen Katastrophe für Europa: Daß die Erde und die Natur an sich keine unbegrenzte Anzahl Menschen aufnehmen kann, ist irgendwem aber schon mal in Gedanken gekommen?

  3. Stefan schreibt:

    „Afrikas Bevölkerung wird sich in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln.”
    Hatte Herr Höcke doch recht?

  4. Arnim W. schreibt:

    Ich möchte keine Deutscher mein sein!

    Kein Sklave!

    Ich will Flüchtling sein!

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