Islamwissenschaftler warnt: „Berlin hat ein Problem mit seinen Parallelgesellschaften“

27. Januar 2016
Islamwissenschaftler warnt: „Berlin hat ein Problem mit seinen Parallelgesellschaften“
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Die kriminellen Ausländer-Clans terrorisieren in Berlin ganze Stadtviertel und etablieren eine Paralleljustiz an der Polizei vorbei. Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban schildert in einem Interview mit „Focus“ die Probleme, die in Großstädten durch Parallelgesellschaften entstehen.

Ghadban hat als Sozialarbeiter viele der Clanmitglieder persönlich kennengelernt und so Einblicke in ihre Strukturen gewonnen. Vor allem Kurden und Libanesen etablierten in Deutschland ihre Familienstrukturen und bauten sie für kriminelle Machenschaften aus. Anfangs kümmerten sich die kriminellen Großfamilien vor allem um Einnahmen aus Drogengeschäften, Prostitution und Raub. „Mittlerweile vermieten sie sogar Wohnraum an Flüchtlinge und verdienen sich damit eine goldene Nase“, so Ghadban im Interview mit dem Nachrichtenmagazin.

Zudem habe sich durch die Clans eine Paralleljustiz am deutschen Rechtsstaat vorbei entwickelt. Sogenannte „Friedensrichter“ schlichten Streitigkeiten. Konflikte gebe es dabei meist innerhalb der Verbrecherdynastien, erläutert der promovierte Wissenschaftler weiter.

Nach Schätzungen von Ghadban gehören rund 30.000 Personen in der Bundesrepublik Deutschland zu den Großfamilien. Neben Berlin sind demnach Frankfurt, Bremen und Essen Brennpunkte. In Berlin gelten Teile von Neukölln und Kreuzberg als Zentren der Clans. (ag)

 

Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

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