Im Cockpit ist es zu hell: Deutsche „Tornados“ kämpfen nur tagsüber gegen IS

20. Januar 2016
Im Cockpit ist es zu hell: Deutsche „Tornados“ kämpfen nur tagsüber gegen IS
International
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Diyarbakir. Der Bundeswehr bleibt offenbar keine Peinlichkeit erspart. Jetzt ist davon auch das deutsche Syrien-Expeditionskorps betroffen, das sich mit „Tornado“-Kampfjets am Einsatz gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) beteiligt. Nur: ab sofort fliegen die deutschen Piloten nur noch tagsüber. Nachts dürfen sie nicht mehr abheben, weil die Beleuchtung im Cockpit zu hell ist. Das ist nicht etwa ein Karnevalsscherz, sondern wurde von einem Sprecher der Luftwaffe mitgeteilt.

Demnach soll das Licht im Cockpit wegen eines Software-Updates (ASSTA-3) so grell sein, daß die Piloten an Nachteinsätzen nicht teilnehmen können. Es werde jedoch an einer „zeitnahen Zwischenlösung“ gearbeitet – schon bis Ende des Jahres (!) hoffe man, das Problem behoben zu haben.

Die Bundeswehr nimmt es aber nicht weiter tragisch, denn die Nachteinsätze, ließ der Sprecher durchblicken, seien ohnehin nicht so wichtig gewesen. Die Flugzeuge seien immerhin für Aufklärungsflüge gedacht und müßten Fotos machen, die bei Tageslicht besser gelängen – nachts könnten ja nur Infrarotgeräte eingesetzt werden.

Die Bundeswehr beteiligt sich seit Anfang des Jahres mit „Tornado“-Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen den IS. Außerdem schützt ein deutsches Kriegsschiff den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, von dem aus französische Kampfflugzeuge starten. Darüber hinaus will die Bundeswehr insgesamt bis zu 1.200 Soldaten nach Syrien schicken. (mü)

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2 Comments

  1. Gullinborsti schreibt:

    Ist das wahr? Oder liegt’s an den beleuchteten Schminkspiegeln für die Pilotinnen?

  2. Michael Klumpert schreibt:

    Die Bundeswehr ist nur noch ein blöder Witz. Und welchen Stellenwert die Bundeswehr bei der Regierung genießt, kann schon daran erkennen, daß Mutti Merkel ihre Möchtegern-NafolgerIn Leyen als VerteidigungsministerInnen-DarstellerIn geparkt hat. Offenbar mit dem Hintergedanken: „Wenn sie schon versagt, dann wenigstens da, wo es eh wurscht ist.“

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