Innere Sicherheit: „German Rifle Association“ gegen restriktives Waffenrecht

18. Dezember 2015
Innere Sicherheit: „German Rifle Association“ gegen restriktives Waffenrecht
Kultur & Gesellschaft
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Essen. Angesichts hoher Einbruchszahlen und EU-weiten Plänen eines immer restriktiveren Waffenrechts hat sich in Deutschland 2013 die „German Rifle Association“ (GRA) als Teil der Gegenöffentlichkeit für den legalen Waffenbesitz gegründet. Angesichts der von der Europäischen Kommission geplanten Verschärfung der „Europäischen Feuerwaffenrichtlinie“, die eine massive Einschränkung des legalen Waffenbesitzes bedeuten würde, gehen auch in Deutschland Schützen-, Jagd- und Waffenbesitzerverbände auf die Barrikaden. Die GRA gehört deutschlandweit momentan zu den führenden Kritikern. 

Die GRA ist laut einem Bericht von „Der Westen“ derzeit verstärkt um neue Mitglieder bemüht, die sie unter Waffenbesitzern – gleich ob Sportschützen oder Jägern – sucht. Dabei ist der Organisation wichtig, daß sie kein weiterer Verein oder Verband sei, sondern vielmehr eine Plattform ohne Vorstand, in deren Rahmen sich die Mitglieder austauschen und organisieren können. Geeint werden ihre Mitglieder demnach auch durch die Forderung nach Liberalisierung der bestehenden und weltweit zu den restriktivsten zählenden Waffengesetze in Deutschland. So sei es „für den deutschen Bürger ja bereits kritisch, ein Pfefferspray zu besitzen“, wie es von der GRA heißt. Unterstützung erfährt die GRA von Jagd- und Schützenverbänden. Im Zentrum der Kritik steht, daß unter dem Vorwand der Terroranschläge von Paris eine Verschärfung des legalen Waffenbesitzes vollzogen werden soll, obwohl auch hier – wie im Falle der meisten mit Schußwaffen verübten Delikte – illegal beschaffte Waffen zum Einsatz kamen.

In einer aktuellen Stellungnahme der GRA heißt es kämpferisch: „Die EU glaubt, sie kann mit Streß über die Weihnachtsferien so einen zeitlichen Druck aufbauen, daß der Vorschlag im Januar zum Gesetz wird. Dieser Vorschlag ruiniert Händler und Industrie, enteignet Schützen, Jäger und Sammler, kriminalisiert jeden zweiten Haushalt in Deutschland und gefährdet die Landesverteidigung der EU-Grenzstaaten und Ihre Möglichkeiten zum Selbstschutz!“

Vor dem Hintergrund von steigenden Einbruchszahlen und einem wachsenden Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung zeigt die GRA Verständnis für das Entstehen von Bürgerwehren. So sei es „nicht verwunderlich, daß sich an verschiedenen Orten Bürgerwehren organisieren und selbst auf Streife gehen, um Einbrecher abzuschrecken“. (sp/ag)

 

Bildquelle: German Rifle Association

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7 Comments

  1. Thomas Franck schreibt:

    Was ist an „German“ unklar?
    Deutscher Gewehr Verein hört sich auch nicht so toll an ;=)

  2. Lotse schreibt:

    DIE WIRKLICHE DEMOKRATIE EINES STAATES ERKENNT MAN AN DER FREIZÜGIGKEIT DES WAFFENGESETZES…..

  3. Ali Mente schreibt:

    GRA, ist das eine amerikanische Organisation, die in Deutschland siedelt oder eine unbekannte Gruppe Deutscher, die sich mit amerikanischem Namen „schmückt“? Muß denn, verdammt noch mal, alles englisch benannt werden?

    • Constantin schreibt:

      Ist eine rein deutsche Plattform. Aber warum einen deutschen Namen nehmen, wenn es eine amerikanische Organisation als eindeutiges Vorbild gibt, deren Namen (vor allem im entsprechendem Klientel) hinreichend bekannt ist und den man einfach modifizieren könnte? Ich fühle mich bei einer GRA im Sinne der NRA wohler als bei einer „Deutschen Gewehrassoziation“. Klingt einfach doof.

    • Realist schreibt:

      In Europa ist Englisch auch Amtssprache und es erleichtert die Europäische Kommunikation.
      Aber muss sich hier jeder Witzbold „Ali Mente“ nennen?

    • Marc schreibt:

      Wenn du dir um sowas tatsächlich Gedanken machst, dann hast du die Wichtigkeit des Themas noch nicht begriffen. Schlaf mal schön weiter.

    • Longrod von Hugendong schreibt:

      Spielt der Name eine Rolle, wenn das Programm passt?

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