„Wirtschaftsweise“: Asylantenkosten seien für Deutschland „tragbar“

11. November 2015
„Wirtschaftsweise“: Asylantenkosten seien für Deutschland „tragbar“
Wirtschaft
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Berlin. Das Beratergremium der sogenannten „Wirtschaftsweisen“ hält die entstehenden Kosten durch den Asyl-Ansturm für „tragbar“. Allerdings sollte den Asylanten ein schnellerer Zugang zum Arbeitsmarkt gewährt werden, damit sie ihren Teil zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.

Am Mittwoch übergaben die Weisen ihren Bericht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Bei der Gelegenheit warnte der Vorsitzende des Gremiums, Christoph Schmidt, jedoch: „Längere Asylverfahren und eine schlechtere Arbeitsmarktintegration dürften die Kosten merklich erhöhen.“

Derzeit gehen die „Wirtschaftsweisen“ von Kosten in Höhe von 5,9 bis 8,3 Milliarden Euro durch die Aufnahme sogenannter „Flüchtlinge“ in Deutschland in diesem Jahr aus. Je nach weiteren Szenarien könnten sich die Kosten 2016 auf 9,0 bis 14,3 Milliarden Euro belaufen. Doch das Beratergremium gibt sich optimistisch: „Angesichts der guten Lage der öffentlichen Haushalte sind diese Kosten tragbar.“

Laut „Focus“ geht auch Angela Merkel von diesem Szenario aus; sie versprach, daß die Regierung versuchen werde, die Situation „auch gut zu bewältigen“.Dem stehen jedoch Einschätzungen anderer Wirtschaftsinstitute gegenüber. Erst heute verlautbarte das „ifo-Institut“, die Kosten des Asyl-Ansturms beliefen sich allein in diesem Jahr auf mindestens 21 Milliarden Euro. (ag)

6 Kommentare

  1. Der Rechner sagt:

    Immerhin haben sich die Wirtschaftsnarren einen geeigneten Zeitpunkt zur Veröffentlichung ihres Schlechtachtens ausgesucht:

    Heute, um 11:11 Uhr, hat der Karneval angefangen!

    Wolle mer se roilase?

    (Narrhallamarsch)

    HELAU!
    HELAU!
    HELAU!

  2. Werner Fincke sagt:

    Die sog. „Wirtschaftsweisen“ sind eine Farce, denn sie fordern meistens „Wirtschaftswachstum“, und das ist nichts anderes als das Anzetteln von Kriegen für Profite mit Rüstung, Aufbaukreditzinsen und Aufbauarbeit. Ein humanes, gemütliches Leben wollen diese bezahlten Krawattenheinis nicht.

  3. ole sagt:

    Die „Wirtschaftsweisen“ scheinen mir realitätsfremde Günstlinge zu sein. Das „Pack“ sieht das natürlich anders. Denn das ist realitätsnah. Dem wird und wurde das Geld aus der Tasche gezogen. Seit Jahren!

  4. Fahneneid sagt:

    Wo sehen die Wirtschaftsweisen eine „gute Lage der öffentlichen Haushalt“? Etwa in der BILD?

    • Der Rechner sagt:

      Nein, sondern in den im ersten Halbjahr von den öffentlichen Haushalten erwirtschafteten Überschüssen von 21 Milliarden (eurostat).

      Die allerdings im zweiten Halbjahr zum größten Teil wieder für die Fachflüchtlinge verbraten werden.

      Während für 2016 aufgrund derselben ceteris paribus ein Defizit droht.

  5. Der Rechner sagt:

    Die Zahlen, von denen die Wirtschaftsnarren ausgehen, sind vollkommen unrealistisch.

    Jeder Asylant kostet an direkten Übernahmen der Lebenshaltungskosten incl. Wohnung 10.000 Euro pro Jahr. An indirekten Kosten durch die unentgeltliche Benutzung der öffentlichen Infrastruktur und Gesundheitsversorgung sowie Asylbürokratie nebst Eingliederungstammtamm kommen dann noch einmal mindestens 6000 Euro zusammen. Macht 16 Milliarden für 1 Million Asyltoristen 2015, und 32 Milliarden für dann 2 Millionen Asyltouristen 2016.

    Einen Teil dieser 16 bzw 32 Milliarden Euro mag der Staat einsparen, indem er einfach die Infrastruktur „streckt“. Das geht dann natürlich auf Kosten der einheimischen Bevölkerung durch verstopfte Straßen, größere Schulklassen (mit Deutsch als Fremdsprache), weniger Artzbesuche und Medikamente etc.

    Ebenso sind die Vermutungen der Wirtschaftsnarren über die Integrierbarkeit der Fachflüchtlinge in den Arbeitsmarkt von keinerlei Realität geprägt.

    Es gibt in Deutschland so gut wie keinerlei Bedarf an unqualifizierten Arbeitskräften, der nicht schon längst durch Rumänen, Polen oder Bulgaren gedeckt wäre.

    Dieses Gefälligkeitgutachten können wir augenblicklich in den Papierkorb werfen.

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