Folgen des Frontwechsels: Kiew braucht dringend Geld für Gas-Einkäufe

30. September 2015
Folgen des Frontwechsels: Kiew braucht dringend Geld für Gas-Einkäufe
International
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Kiew. Die Ukraine kommt nicht aus den roten Zahlen. Jetzt mußte Premierminister Arsenij Jazenjuk in einer Regierungssitzung mitteilen, daß bis Jahresende insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar benötigt würden, damit Gas für die bevorstehende Wintersaison eingekauft und in die unterirdischen Gasspeicher des Landes gepumpt werden kann. Von dieser Summe lägen immerhin 500 Millionen US-Dollar bereits auf dem Konto des staatlichen Energieversorgers Naftogaz Ukrainy, weitere 300 Millionen US-Dollar würden von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) erwartet, weitere 500 Millionen US-Dollar von der Weltbank.

Von Oktober 2014 bis April 2015 hatte Rußland die Ukraine noch zu einem Vorzugspreis mit Erdgas versorgt. Der „Winterplan“ wurde nach monatelangen Verhandlungen unter Vermittlung der EU-Kommission ausgehandelt, um einen reibungslosen Transit von Gas durch die instabile Ukraine in die EU in der Winterzeit zu garantieren. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Streitigkeiten mit dem russischen Lieferanten Gazprom gekommen, weil die Ukraine unerlaubt Gas aus den Transitleitungen entnommen hatte.

Hintergrund der Probleme ist der Umstand, daß die Ukraine infolge ihre Frontwechsels ins westliche Lager seit dem 1. Juli 2015 kein russisches Gas mehr einführt. Stattdessen wird Gas aus der Slowakei und aus Ungarn importiert. Ursprünglich hatten auch US- und britische Firmen in der Ukraine das große Geschäft gewittert, haben sich inzwischen aber wieder ernüchtert aus dem Land zurückgezogen. 2014 lag der ukrainische Importbedarf bei etwa 19,5 Milliarden Kubikmetern. (mü)

2 Kommentare

  1. bayermann claus sagt:

    Wo Porschenko auftaucht,bettelt er um Geld. er steckt alles in die Aufrüstung
    und führt Krieg gegen sein eigenes Volk. Und der andere Jazenjuk hat seine Mauer an Rußlandsgrenze noch nicht gebaut. Mit diesen beiden ist die Ukraine ein Faß ohne Boden ! Beim Volk kommt nichts an.
    Den Geldhahn zudrehen , das beruhigt die Lage.
    bebe

  2. Islamwarner sagt:

    Die Ukraine hat doch erst neulich 500 Mio. € Sicherheit von der EU erhalten – wann soll das alles zurückgezahlt werden???

    Der dämliche Deutsche zahlt doch echt alles: EU, Gaslieferung für die Ukraine, Asylbetrug durch Räffjudschies, Griechenland-Schulden etc.

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