Beschwerden über US-Soldaten: Okinawa will die Amerikaner loswerden

24. September 2015
Beschwerden über US-Soldaten: Okinawa will die Amerikaner loswerden
International
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Tokio. Auf Okinawa kommt es seit Jahrzehnten immer wieder zu Reibereien zwischen den Angehörigen des US-Militärstützpunktes und Einheimischen. Vor allem Vergewaltigungen von Japanerinnen durch US-Soldaten vergiften regelmäßig das Klima. Jetzt hat die Präfektur von Okinawa deshalb den UN-Menschenrechtsrat eingeschaltet und will eine Verlegung des US-Stützpunktes in einen anderen Teil der Insel einklagen.

Derzeit haben die Beziehungen zwischen den Bewohnern von Okinawa und den US-Streitkräften offenbar wieder einmal einen Tiefpunkt erreicht. Gestritten wird über massive Umweltschäden und die wachsende Zahl der von US-Soldaten begangenen Verbrechen. Deshalb wäre es aus Sicht der Präfektur am zweckmäßigsten, die US-Basis einfach komplett in einen entlegeneren Teil der Insel zu verlegen. Viele Einwohner wollen allerdings auch das nicht und würden die Amerikaner am liebsten komplett loswerden.

Inselgouverneur Takeshi Onaga wurde inzwischen in Genf beim Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen vorstellig, nachdem direkte Appelle an die amerikanische Seite in Washington völlig unbeachtet blieben. Medien zitieren Onaga mit den Worten: „Im Juni war ich in den USA, um das Thema mit dem Kongreß und der Administration von US-Präsident Obama zu besprechen. Sie erklärten mir jedoch, daß es eine innere Angelegenheit Japans sei. Die USA nehmen allerdings den größten Teil des Territoriums von Okinawa ein. Ich hoffe, daß, wenn der UN-Menschenrechtsrat sich vergewissert, daß diese Frage Menschenrechte betrifft, er sich an Washington wenden wird, damit sie dort dies auch begreifen.“

Die aktuelle Rechtslage ist kompliziert. Der frühere Gouverneur von Okinawa hat nämlich bereits die Genehmigung für die Errichtung eines Ausweich-Stützpunktes der Amerikaner erteilt. Onaga möchte auch diese Entscheidung widerrufen. (mü)

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3 Kommentare

  1. […] Die Regierung in Tokio beharrt jedoch auf der Umsiedlung, um die Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung zu entschärfen. ZUERST! berichtete im September über die geplante Verlegung der US-Basis. (sp) […]

  2. Horst sagt:

    Ami go home! Yankee go home! Dieser Ruf erschallt zurecht rund um die Erde bei allen von globalen US-Angriffskriegen geschundenen Völkern. In Ramstein wollen die Hochfinanztyrannen neue Atombomben stationieren. Zugleich ruinieren sie den Orient immer weiter und zetteln neben Vertreibungen zusätzlich Invasorenschwemmen an.

  3. A.S. sagt:

    Die Japaner haben, zumindest auf der von VSA-Verbrechersoldaten heimgesuchten Insel Okinawa, den Mum diesen Gangstertruppen zu sagen, daß sie gefälligst verschwinden sollen.
    Die japanische Nation hat, ganz im Gegensatz zur deutschen, ihr Selbstbewusstsein, ihren Stolz und ihre Ehre nicht abgelegt, sondern das alles bewahrt, mit aller Kraft, die sie hat.
    Vorbildlich!

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