Viktor Orbán spricht sich auf CSU-Klausurtagung für eine gesamteuropäische Grenzsicherung aus

23. September 2015
Viktor Orbán spricht sich auf CSU-Klausurtagung für eine gesamteuropäische Grenzsicherung aus
National
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Kloster Banz. Kurz vor dem EU-Gipfel am heutigen Mittwoch hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán als Gast der CSU an deren Herbstklausur teilgenommen. Der wegen seiner rigorosen Politik gegenüber sogenannten „Flüchtlingen“ angefeindete Orbàn erneuerte im fränkischen Kloster Banz seine Forderungen nach einer gesamteuropäischen Grenzsicherung. Zudem solle die EU drei Milliarden Euro zur Lösung der Asylkrise bereitstellen.

Begleitet wurde der Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten von Protesten der bayerischen SPD, der Grünen und der Linkspartei. Der Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter warf der CSU „Rechtspopulismus“ vor. Hofreiter weiter: „Die CSU macht sich zum Komplizen mit jemandem, der Stacheldrahtzäune baut und Flüchtlinge zusammenknüppelt.“ Bayerns SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher sprach von einer „Provokation für alle Demokraten.“

Unterdessen erneuerte Ungarns Ministerpräsident seine Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und warf ihr in der Flüchtlingspolitik einen „moralischen Imperialismus“ vor.

Vor Ort zeigten CSU- und Orbán-Unterstützer mit ungarischen Flaggen und „Danke Viktor!“-T-Shirts ihre Zustimmung zur ungarischen Asylpolitik. (ag/sp)

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Ein Kommentar

  1. Der Rechner sagt:

    Da heulen sie auf, die Hofreiters und Rinderspachers – wenn jemand einen vernünftigen Vorschlag vorbringt.

    Tatsächlich wäre eine gemeinsame Grenzsicherung zur Abwechslung ‚mal ein sinnvolles europäisches Projekt. Und deutlich billiger als die Daueralimentierung griechischer Steuerhinterzieher und Subventionsbetrüger.

    In einem Punkt irrt Orban allerdings: „Moralisch“ ist an dem Getue der BRD-Mutti nämlich gar nichts. Sich vor den Wagen der Asyltouristen spannen zu lassen ist lediglich dumm.

    Und zwar abgrundtief dumm.

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