Folgen der EU-Sanktionen: Deutsche Exporte nach Rußland brechen um 30 Prozent ein

24. Juli 2015
Folgen der EU-Sanktionen: Deutsche Exporte nach Rußland brechen um 30 Prozent ein
Wirtschaft
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Berlin/Moskau. Von Januar bis Mai 2015 sind die deutschen Exporte nach Rußland gegenüber dem bereits schwachen Jahr 2014 um weitere 34 Prozent eingebrochen.

Nach den vorliegenden Mai-Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die der Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft ausgewertet hat, summierten sich die Exportverluste in den ersten fünf Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits auf 4,4 Milliarden Euro. Isoliert betrachtet, lag das Monatsergebnis für Mai mit einem Rückgang der Exporte um 35 Prozent dabei sogar noch unter dem bisherigen Monatsdurchschnitt. „Der negative Trend setzt sich unvermindert fort. Aufs Gesamtjahr 2015 hochgerechnet müssen wir von einem Rückgang der deutschen Exporte nach Rußland um zehn Milliarden Euro auf dann insgesamt nur noch 20 Milliarden Euro ausgehen“, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Eckhard Cordes. 2014 hatten deutsche Unternehmen noch Waren für rund 30 Milliarden Euro und im Rekordjahr 2012 sogar Waren für 38 Milliarden Euro nach Russland geliefert. (lp)

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