EU-Sanktionen: Rußland-Exporte um 18 Prozent gesunken, 60.000 Arbeitsplätze in Gefahr

23. Januar 2015
EU-Sanktionen: Rußland-Exporte um 18 Prozent gesunken, 60.000 Arbeitsplätze in Gefahr
Wirtschaft
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Berlin/Brüssel/Moskau. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, geht davon aus, daß die deutschen Exporte nach Rußland im Jahr 2014 infolge der EU-Sanktionen „um 18 Prozent oder umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro gesunken“ sind.

Der „Rheinischen Post“ sagte Cordes, der Rückgang der Exporte habe sich zuletzt „Monat für Monat beschleunigt, so daß wir für 2015 eine noch schlechtere Entwicklung befürchten müssen, sollte es nicht bald eine politische Lösung der Krise geben“. Er beklagte, daß es vor allem die Europäer seien, „die den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise zahlen“. Er sieht auch Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet: „Wenn man davon ausgeht, daß in Deutschland rund 300.000 Arbeitsplätze allein von Exportgeschäften mit russischen Partnern abhängen, so könnte ein dauerhafter 20-prozentiger Rückgang im schlimmsten Fall zum Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen führen.“ (lp)

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