NRW-AfD: Streit um „Unterschlagungs- und Pfändungsaffäre“ des AfD-Landeschefs Pretzell

13. März 2015
NRW-AfD: Streit um „Unterschlagungs- und Pfändungsaffäre“ des AfD-Landeschefs Pretzell
National
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Düsseldorf. Mehrere Mitglieder des nordrhein-westfälischen AfD-Landesvorstandes werfen Landesparteichef Marcus Pretzell vor, mit seiner „Unterschlagungs- und Pfändungsaffäre“ der Glaubwürdigkeit der Partei zu schaden.

Deswegen müsse Pretzell auf dem Parteitag im April abgewählt werden oder von sich aus zurücktreten, heißt es in einer Stellungnahme, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Bei den Vorwürfen geht es um eine angebliche Steuerschuld Pretzells von über 3.000 Euro und ein Pfändungsbegehren des Finanzamtes. Den Angaben zufolge wollte das Finanzamt Bielefeld vom AfD-Landesverband eine Erklärung über eventuelle Zahlungen der Partei an den Vorsitzenden. Die AfD-Geschäftststelle habe die entsprechende Korrespondenz zwar an Pretzell weitergeleitet, sie aber dem Vorstand vorenthalten, was unzulässig sei. Die Rede ist von Urkundenunterdrückung. Pretzell habe seinerseits den Vorstand nicht informiert. In die innerparteiliche Schußlinie ist deswegen auch der Schatzmeister der Partei geraten. Das Fazit der Vorstandsmitglieder: „Mit solchen Leuten können wir nicht in den wichtigen Landtagswahlkampf 2017 ziehen.“ Pretzell selbst spricht von „falschen Informationen“ und betont, „daß der Partei in der Sache kein Schaden entstanden ist“. Er gehört dem liberalen Parteiflügel an, tat sich jedoch zuletzt mit mehreren prominenten Vertretern des nationalkonservativen Lagers zusammen, um Lucke auf dem Bundesparteitag im Juni bei den Vorstandswahlen gemeinsam Paroli bieten zu können. (lp)

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