Typisch deutsch: Ermittlungen gegen Aktivisten wegen gestellter IS-Enthauptung

11. Dezember 2014

Essen. Mehrere Aktivisten einer Gruppe schiitischer Muslime müssen mit Ärger vonseiten der Behörden rechnen, weil sie in der Essener Innenstadt eine Hinrichtung durch Islamisten des „Islamischen Staates“ (IS) nachgestellt haben.

Einem Bericht der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ zufolge prüft die Polizei, ob es im Rahmen der IS-kritischen Vorführungen der Gruppe „12thMemoRise“ zu Verstößen gegen das Versammlungsgesetz gekommen ist. So sei zwar die Inszenierung beim Polizeipräsidium angemeldet und von diesem genehmigt worden, die Gruppe habe sie aber nicht nur auf dem dafür vorgesehenen Limbecker Platz zwischen Kibbelstraße und Limbecker Straße aufgeführt, sondern auch auf der Limbecker Straße selbst. Damit sei „gegen unsere Genehmigung verstoßen“ worden, so ein Polizeisprecher. Außerdem hatten die Aktivisten im Vorfeld auch beantragt, daß sie „waffenähnliche Objekte mitführen“ dürfen, was ebenfalls genehmigt wurde. Der Einsatz dieser Objekte hingegen sei nicht erlaubt worden. Ein Sprecher von „12thMemoRise“ erklärte gegenüber der Zeitung: „Wir haben der Polizei genau beschrieben, was wir vorhaben. Außerdem waren Polizisten vor Ort, die hätten ja etwas sagen können.“

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