Österreich: Direktor verbannt Türkenkriege aus dem Unterricht – Konflikte befürchtet

7. Juli 2014
Österreich: Direktor verbannt Türkenkriege aus dem Unterricht – Konflikte befürchtet
Kultur & Gesellschaft
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Wien. An einer Volksschule im Wiener Bezirk Liesing wurde offenbar Lehrern vonseiten der Schulleitung nahegelegt, die Türkenkriege im Unterricht nicht zu behandeln.

„Ich glaubte, nicht richtig zu hören, als mir eine Lehrerin anvertraute, daß sie der Direktor aufforderte, die Türkenkriege künftig nicht mehr zu erwähnen. Sie stehen auf dem Lehrplan der 3. Klasse“, erklärte eine Mutter, die Mitglied im Schulausschuß ist, gegenüber der „Kronen Zeitung“. Da der Großteil der Schüler in dem Stadtteil aus Einwandererfamilien stammt, befürchte die Schulleitung Konflikte bei der Thematisierung der Belagerung Wiens durch die Türken. „Wenn die Lehrer nicht mitspielen, droht ihnen die Versetzung“, so die Mutter weiter. Der Wiener Stadtschulrat will sich nun der Sache annehmen. (lp)

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