Drogen: Rechtsmediziner weisen erstmals Todesfälle durch Cannabis-Konsum nach

25. Februar 2014

Düsseldorf. Dem rechtsmedizinischen Institut der Uniklinik Düsseldorf ist es zum ersten Mal gelungen, zwei Todesfälle auf den Konsum von Cannabis zurückzuführen.

„Nach unserem Wissen sind das weltweit die ersten Todesfälle, die komplett nach den heutigen wissenschaftlichen Standards aufgearbeitet wurden“, sagte Dr. Benno Hartung, Rechtsmediziner und Mitautor der Studie, der „Rheinischen Post“. Bei zwei Männern, die bei ihrem Tod 23 und 28 Jahre alt waren, wurde nach Autopsie, toxikologischen, histologischen, immunhistochemischen und genetischen Untersuchungen Cannabis-Konsum als Todesursache festgestellt. Das zeige, daß die Droge nicht nur, wie allgemein angenommen, „einen euphorisierenden Effekt ohne Nebenwirkungen“ auslöse, sondern in einigen Fällen zu einem tödlichen Herzversagen führen könne. „Es handelt sich dabei um ein sehr seltenes Ereignis“, betonte Hartung, „wir gehen jedoch davon aus, daß es jeden Cannabis-Konsumenten treffen kann.“ Wie oft und wie viel Cannabis die beiden jungen, körperlich gesunden Männer vor ihrem Tod konsumiert hatten, ist den Düsseldorfer Rechtsmedizinern allerdings nicht bekannt. Ihr Fallbericht ist in der Fachzeitschrift „Forensic Science International“ erschienen.

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