Nach Ohrfeige für „Femen“-Aktivistin: Kölner Gottesdienst-Besucher sieht Prozeß entgegen

23. Januar 2014

Foto: flickr/glasseyes view, CC BY-SA 2.0

Köln. „Femen“ sind die neue linksliberale Modebewegung – es handelt sich um junge, meist kreischende Frauen, die zu meist unpassender Gelegenheit mit entblößten Oberkörpern in Erscheinung treten und das – extrem mutig! – als politischen Protest verkaufen.

Die inflationäre Ausbreitung des halbdebilen Gehabes ist in unseren Breiten nur damit erklärbar, daß es keine abschreckenden Strafen mehr gibt und für politisch korrekte Idioten/innen ja auch sonst nichts zu fürchten steht. Begonnen hat alles in Rußland, wo vom Westen ermutigte und gesponserte Zivilcouragierte mit den gleichen Mitteln, nämlich nackten Brüsten, gegen alles Mögliche, vorzugsweise aber gegen Präsident Putin demonstrieren. Am bekanntesten ist der reichlich obszöne Protest der Punk-Gruppe „Pussy Riot“, die 2012 in der Moskauer Erlöser-Kathedrale mit einem Auftritt gegen Präsident Putin protestierte, verhaftet und jüngst vor Weihnachten just von ihm begnadigt wurde.

Schon seit einigen Jahren wird von barbrüstigen „Femen“- Aktivistinnen auch hierzulande gegen alles Mögliche protestiert. An Weihnachten nun glaubten es ein paar irregeleitete junge Frauen „Pussy Riot“ nachtun zu müssen und posierten in entblößter Weise ausgerechnet im Kölner Dom und ausgerechnet während des dort stattfindenden Weihnachtsgottesdienstes. Ein Messebesucher konnte nicht an sich halten, wurde handgreiflich und verabreichte einer der Exhibitionistinnen eine Ohrfeige.

Wir leben – leider – nicht in Rußland, sondern in einem Land, dessen Rechtsmaßstäbe zunehmend durcheinander geraten. Nicht etwa die Nackt-Protestlerinnen, die mit ihrem wenig passenden Auftritt im Dom den Gottesdienst störten, haben mit Strafe oder Gefängnishaft zu rechnen. Der Prozeß wird vielmehr dem Gottesdienstteilnehmer gemacht, dem der peinliche Auftritt zuviel wurde. Weit haben wir es gebracht im „toleranten“ Deutschland.

Dieser Artikel erschien zuerst in „Der Schlesier“.

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