NSU: Waffenexperte schließt Selbstmord von Mundlos und Böhnhardt aus

7. Januar 2014

München. Während vor dem Münchener Oberlandesgericht in einem Mammutprozeß wegen der mutmaßlichen Verbrechen des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) gegen Beate Zschäpe und andere verhandelt wird, hat ein Waffenexperte den angeblichen Selbstmord der NSU-Männer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt untersucht.

Seine Ergebnisse hat der Spezialist Sigmund Mittag in einer Fernsehdokumentation des Senders N24 sowie in Interviews kundgetan. Der Waffenexperte hatte rein technische Aspekte unter die Lupe genommen. Brisant: Mittag kommt zu dem Schluß, daß die offizielle Version vom Selbstmord der beiden angeblichen Rechts terroristen nicht stimmen kann – dies sei schlicht „unmöglich“. Die zwei am Boden des Wohnwagens gefundenen Patronenhülsen seien nicht mit der offiziellen Version in Einklang zu bringen, nach der Mundlos erst Böhnhardt und dann sich selbst erschossen habe. Bei der Tatwaffe nämlich – einer Repetierflinte Winchester 1300 – muß nach der Schußabgabe die leere Patronenhülse durch „eine starke Handbewegung“ manuell ausgeworfen werden. Mundlos aber konnte „unmöglich die zweite Hülse im Nachhinein ausgeworfen“ haben, so Mittag – „weil er schon tot ist“.

Dieser Artikel erschien in ZUERST! Ausgabe 12/2013
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