Neue Obama-Biographie: „Ich bin echt gut darin, Menschen zu töten“

18. Dezember 2013

Washington. Seit dem 20. Januar 2009 ist Barack Hussein Obama der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Groß war der Jubel, vor allem in Deutschland, war er doch der erste Afroamerikaner in diesem Amt.

Amtsvorgänger George W. Bush hatte jede Menge Skandale geliefert, hatte den dritten Irak-Krieg und den Einmarsch in Afghanistan zu verantworten sowie im Zusammenhang mit dem 11. September 2001 eine nicht genauer bekannte Menge Dreck am Stecken, so daß jeder Nachfolger nur besser sein konnte. Die Begeisterung über Obama war so groß, daß ihm gleich im ersten Jahr seiner Amtszeit der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Damals würdigte das Nobelpreis-Komitee in seiner Begründung die außergewöhnlichen Anstrengungen Obamas, die Demokratie zu stärken. Besondere Erwähnung fanden dabei seine Anstrengungen im Bereich der nuklearen Abrüstung. In den Jahren seither konnte Obama nun zeigen, wie würdig er dieser Auszeichnung war.

Jetzt wurde eine neue Biographie unter dem Titel „Double Down: Game Change 2012“ von Mark Halperin und John Heilemann veröffentlicht. Darin findet sich ein interessantes Zitat des Friedensnobelpreisträgers: „Ich bin echt gut darin, Menschen zu töten“ soll Obama laut „Washington Post“ in Gegenwart von Beratern bei einer Besprechung des amerikanischen Drohnenprogramms gesagt haben. Daß dieses Zitat nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein Bericht der „Daily Mail“ in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf das „Bureau of Investigative Journalism“ in London. Demnach genehmigte Obama seit seinem Amtsantritt mittlerweile stattliche 326 Drohnen-Angriffe, die zweifelsohne sehr erfolgreich waren, denn die Geheimdienstbehörde CIA habe mit unbemannten Flugobjekten seit 2004 bis zu 3.600 Menschen getötet, darunter bis zu 950 Zivilisten, referiert die „Daily Mail“.

Der Präsident selbst ist als Friedensnobelpreisträger über die Veröffentlichung seines Eingeständnisses wenig erbaut. Obamas Berater Dan Pfeiffer sagte in der Fernsehshow „The Week“ im Sender ABC, daß es dem Präsidenten überhaupt nicht passe, wenn solche vertraulichen Details durchsickern. Obama hasse undichte Stellen, meinte Pfeiffer in der Sendung.

Für Obama ist der Einsatz unbemannter Kampfdrohnen sehr wichtig, denn nur so könnten Terroristen in abgelegenen Regionen bekämpft werden, bevor sie Zivilisten angreifen könnten. Die US-Regierung dementiert stets die von unabhängigen Einrichtungen geschätzten Zahlen ziviler Todesopfer, doch legt sie selbst keine konkreten Zahlen vor.

Die Europäische Union bekam im übrigen ebenfalls bereits den Friedensnobelpreis zuerkannt. Die Einführung der Gemeinschaftswährung habe den Zusammenhalt und die Integration Europas maßgeblich befördert, befand das Osloer Preiskomitee seinerzeit. Dieser Witz ist fast so gut wie der Friedensnobelpreis für Barack Obama…

Dieser Artikel erschien zuerst in „Der Schlesier“.

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