Sven Lau: Deutscher Salafist ruft zur Hilfe für Islamisten in Syrien auf

2. Oktober 2013

Ein syrischer T-72-Panzer feuert auf eine Stellung der Rebellen
(Screenshot: YouTube/newsanna)

Aleppo. Der deutsche Konvertit und Salafistenprediger Sven Lau alias Abu Adam hat sich mit einer Videobotschaft aus dem Syrien-Konflikt zu Wort gemeldet.

In der YouTube-Aufnahme ist zunächst das Gefängnis der umkämpften nordsyrischen Metropole Aleppo zu sehen, bevor der gebürtige Mönchengladbacher Lau sich an die Zuschauer wendet. In dem Video ruft er dazu auf, die „gefangenen Geschwister in Syrien“ zu unterstützen, „in jeglicher Form“. Dazu gehöre nicht nur, daß man Kontakt halte und sie besuche, sondern auch zu versuchen, „daß man die befreit“. Dazu gehöre auch finanzielle Unterstützung, „daß wir etwas von unserem Besitz opfern für unsere Geschwister“. Anschließend wird die Internetadresse einer Gefangenen-Hilfsorganisation eingeblendet, die unter anderem Kontaktmöglichkeiten zum Frankfurter Flughafen-Attentäter Arid Uka und dem Terrorhelfer Mounir Motassadeq anbietet. Im Begleittext eines aktuellen Facebook-Fotos grüßt Lau außerdem vom „Boden der Ehre“, dem Schlachtfeld.

Insgesamt kämpfen im Syrien-Konflikt rund 100.000 Rebellen gegen die Armee, die Hälfte davon gehört einer kürzlich veröffentlichten britischen Studie zufolge islamistischen Gruppierungen wie der „Jabhat al-Nusra“ oder dem „Islamischen Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) an. Aus Deutschland sind rund 170 Islamisten nach Syrien ausgereist. Eine ungeklärte Anzahl von Kämpfern ist in den Gefechten von der Armee getötet worden, mehrere, darunter ein Pforzheimer Islamist sowie der Berliner Ex-Rapper „Deso Dogg“ alias Denis Mamadou Cuspert, wurden verwundet.

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