Snowden-Leaks: Britischer Geheimdienst analysiert E-Mail-Kommunikation innerhalb Deutschlands

28. August 2013

(Foto: flickr/MichaelRiedel, CC BY 2.0)

London/Berlin. Der britische Geheimdienst GCHQ rückt in das Zentrum des vom ehemaligen CIA-Mitarbeiter Edward Snowden ausgelösten Abhör-Skandals.

Unterlagen Snowdens, zu denen der NDR und die „Süddeutsche Zeitung“ Zugang hatten, zeigen, daß der Dienst wesentliche Teile des europäischen Internet-Verkehrs speichern und analysieren kann. Das betrifft in besonderem Umfang die Daten deutscher Internet-Nutzer: Hier hat der Dienst Zugriff auf zwei Transatlantik-Kabel sowie auf eine der wichtigsten Verbindungen nach Ostasien und das innereuropäische Kabel PEC. Das erlaubt dem Geheimdienst in vielen Fällen, auch die E-Mail-Kommunikation innerhalb Europas und sogar innerhalb Deutschlands mitzulesen. „Viele Onlinedienste haben ihre Server für den europäischen Markt in England oder Irland stehen. Und auch da geht der deutsche Verkehr dann über Großbritannien“, so Computer-Experte Jörg Schieb im Interview mit den NDR Fernsehen.

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