Nach Drohnen-Debakel: Auch der Airbus A400M bekommt keine Zulassung

1. August 2013

Soldaten der Bundeswehr, hier in Afghanistan (Foto: Wikimedia/isafmedia, CC BY 2.0)

Berlin. Bundesverteidigungs-minister de Maizière ist angezählt. Noch hat er die peinliche Drohnen-Affäre nicht überstanden, da droht ihm schon neues Ungemach.

Diesmal geht es nicht um unbemannte High-Tech-Drohnen, die in der Bundesrepublik keine Zulassung bekommen und deshalb niemals von deutschen Rollfeldern abheben werden. Der nächste Krisenherd ist das künftige Transportflugzeug A400M. Auch hier gibt es Probleme mit der Zulassung. Auch in diesem Fall kann de Maizière offenbar ausbaden, was ihm seine Vorgänger eingebrockt haben. Denn der hochmoderne Truppentransporter A400M wurde 2004 noch von der rot-grünen Bundesregierung in Auftrag gegeben, die mit dem Hersteller Airbus Military ein neues, europäisches Zulassungsverfahren vereinbarte – das allerdings mit den Vorschriften der Bundeswehr nicht vereinbar ist. De Maizière will nun eine „virtuelle Luftfahrtbehörde“ schaffen, die nur für die Zulassung und den Betrieb des A400M zuständig sein soll. Die Kosten für die „virtuelle“ Behörde wären allerdings sehr real. Wenn da dem Minister nur demnächst nicht sein Ministerium um die Ohren fliegt – und zwar ebenfalls ganz real…

Dieser Artikel erschien zuerst in „Der Schlesier“.

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