Großbritannien: EU-feindliche UKIP in Umfrage für Europawahl 2014 bei historischen 25 Prozent

25. Juli 2013

UKIP-Chef Nigel Farage (Foto: Wikimedia/Euro Realist Newsletter, CC BY 2.0)

London. Die EU-feindliche United Kingdom Independence Party (UKIP) darf einer neuen Umfrage zufolge mit einem historischen Rekord bei der Europawahl im Mai 2014 rechnen.

Wie der „Independent“ berichtet, würden einer YouGov-Umfrage zufolge bei der Europawahl derzeit 30 Prozent der Briten die sozialdemokratische Labour Party wählen, gefolgt von 25 Prozent für die UKIP. Erst an dritter Stelle käme die regierende Conservative Party von Ministerpräsident David Cameron, dessen Koalitionspartner, die Liberaldemokraten, mit 10 Prozent noch hinter den Grünen (12 Prozent) landen würde.

Die Europawahl ist traditionell der Urnengang, bei dem die UKIP ihre besten Ergebnisse einfährt. Dies liegt zum einen an ihrem Kernthema EU, zum anderen am Wahlrecht: Durch das Verhältniswahlrecht sind hier Stimmen für die UKIP nicht „verloren“, während bei nationalen Wahlen durch das Mehrheitswahlrecht die beiden großen Parteien im Vorteil sind. Dennoch würden derzeit 16 Prozent auch hier bei der UKIP ihr Kreuz machen. Dies entspricht fast genau dem Ergebnis, das die Partei bei der Europawahl 2009 auf EU-Ebene erzielte.

Parteichef und ZUERST!-Interviewpartner Nigel Farage attackierte unterdessen die Regierung von David Cameron für ihre Einwanderungspolitik. Nachdem der Ministerpräsident einem Bürger zugestimmt hatte, daß die noch auf der Politik der Vorgängerregierung basierende Einwanderung einem „konstanten Strom“ in die Sozialsysteme gleiche, erklärte Farage laut „Express“, daß Cameron zwar rede, aber „absolut nichts unternimmt, um die vorhergesagte Einwanderung zehn- bis hunderttausender Rumänen und Bulgaren zu stoppen“, die am 1. Januar 2014 mit der dann erfolgenden kompletten EU-Freizügigkeit auch für die beiden südosteuropäischen EU-Mitgliedsländer einhergehen wird.

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