Anschlag auf Staatsanwaltschaft: Linke Gewalttäter wissen veröffentlichte Meinung hinter sich

21. Mai 2013

Foto: Wikimedia/Oren Rozen, CC BY-SA 3.0

Köln. Am 15. April bekannten sich Linksextremisten zu einem Anschlag auf die Kölner Staatsanwaltschaft, bei dem mehrere Fenster mit Pflastersteinen zerstört und ein Büro verwüstet wurden.

Ein Sprecher der Behörde ging gegenüber der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ von einem Schaden im hohen vierstelligen Bereich aus. Da „ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen“ werden könne, sei der Staatsschutz mit den Ermittlungen beauftragt worden. „Das Bekennerschreiben ist uns bekannt“, sagte der Behördensprecher.

Offenbar galt der Anschlag dem Staatsanwalt, der 2004 die Ermittlungen zu einem Bombenattentat in der Kölner Keupstraße geleitet hatte, das nun dem sogenannten „NSU“ angelastet wird. Auf der linksextremen Internetplattform „Indymedia“ werfen die Täter dem Staatsanwalt vor, „die rassistischen Ermittlungen“ geleitet und die Opfer eingeschüchtert zu haben. Dazu heißt es in dem Bekennerschreiben: „Die gezielten, bewußt verschleiernden Ermittlungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft ermöglichen nicht nur die Bewegungsfreiheit des NSU über einen langen Zeitraum, sondern müssen mindestens als Ermutigung für weitere militante Nazigruppen verstanden werden.“

Auch den Medien wiesen die Linksextremisten, die ihr Bekennerschreiben mit „Autonome Antirassist_innen“ unterschrieben, eine Mitschuld an der Mordserie zu. Nicht einmal die linke „taz“ kam ungeschoren davon: „(…) Doch die rassistische Umprägung von Opfern zu Tätern ist auch medial eingebettet. Die Tageszeitung „taz“ beweist sich 1996 als Tabubrecherin: Es müsse auch erlaubt sein, zu denken, daß Flüchtlinge Asylbewerberheime anzünden.“

Bezeichnend für die etablierten Qualitätsmedien ist, daß über den Anschlag auf die Kölner Staatsanwaltschaft kaum berichtet wurde. Es liegen ja „antifaschistische“ Motive vor – und die gelten vor dem Hintergrund des medialen Dauer-K(r)ampfs gegen Rechts als ehrenwert. Außerdem passen gewalttätige Linke nicht ins medial verordnete Bild, auch wenn die einschlägigen Zahlen der Polizei und Innenminister-Statistiken deutlich sind.

Dieser Artikel erschien zuerst in „Der Schlesier“.

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