Bielefelder Konfliktforscher: Deutschland nicht auf zurückkehrende Dschihadisten vorbereitet

9. August 2019
Bielefelder Konfliktforscher: Deutschland nicht auf zurückkehrende Dschihadisten vorbereitet
National
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Bielefeld. Nicht nur frei herumlaufende, sondern sogar inhaftierte Islamisten sind gefährlich. Deshalb müssen die bundesdeutschen Haftsanstalten nach Experten-Einschätzung mehr Vorkehrungen gegen radikalisierte Islamisten treffen.

Angesichts der zu erwartenden Rückkehrer aus dschihadistischen Kampfgebieten sei Deutschland nicht hinreichend vorbereitet, sagte der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick bei einem Expertenaustausch. Derzeit könne niemand einschätzen, wie mit den „posttraumatischen Störungen“ umzugehen sei, die Rückkehrer nach ihren massiven Gewalterfahrungen mitbrächten.

Daß islamistische Dschihadisten unabhängig von ihren „Gewalterfahrungen“ auch selbst gewalttätig und deshalb ein Risiko für ihre Umgebung sein könnten, hat der Bielefelder „Experte“ offenbar nicht auf dem Radarschirm. (rk)

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Ein Kommentar

  1. Bernd Sydow schreibt:

    Es sind nicht nur die „posttraumatischen Störungen“, die aus den dschihadistischen Kampfgebieten heimkehrende Deutsche mitbringen, sondern es ist auch die tiefgreifende Gehirnwäsche, der sie in den IS-Camps unterzogen wurden.

    Vor Jahren lief ein Film im Deutschen Fernsehen:
    Ein junger Deutscher lernt einen salafistischen Imam kennen und fängt an, sich für den radikalen Islam zu begeistern. Gegen den Willen seiner Eltern verläßt er Deutschland und schließt sich dem IS in Syrien an. Dort wird ihm die besagte Gehirnwäsche verpaßt; er nimmt auch – aus Überzeugung – an dessen Grausamkeiten teil.

    Nach Gefangennahme durch syrische Regierungstruppen wird er nach Deutschland zurückgeschickt. Seine Eltern und Verwandten nehmen ihren „verlorenen Sohn“ freudig in die Arme. Zunächst sieht es so aus, als ob er von der grausamen IS-Ideologie geheilt ist. Ein fataler Irrtum! Tief in seinem Innern ist selbige immer noch lebendig. Er fängt an, salafistisch gefärbte Vorträge zu halten, auf Widerspruch seiner Zuhörer reagiert er unwillig. Als ein Zuhörer schließlich von dem „ganzen Zeug“ nichts mehr wissen will und die Gruppe verläßt, läuft er ihm hinterher, um ihn zurückzuholen – und als das erfolglos bleibt, schneidet er ihm die Kehle durch.

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