Unionspolitiker Linnemann beharrt auf Deutschkenntnissen bei der Einschulung: „Debatte muß geführt werden“

7. August 2019
Unionspolitiker Linnemann beharrt auf Deutschkenntnissen bei der Einschulung: „Debatte muß geführt werden“
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Trotz Kritik vonseiten der politisch Korrekten hält der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, an seiner Forderung fest, Kinder mit fehlenden Deutschkenntnissen später einzuschulen. Dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte er, daß er nie verstanden habe, wieso es Sprachstandserhebungen gebe, daraus aber keine Konsequenzen gezogen würden. „Für mich ist es eine Binsenweisheit, daß Kinder in den Schulen der deutschen Sprache mächtig sein sollten.“

Alle Experten seien der Meinung, „daß fehlende Sprachkenntnisse das größte Integrationshemmnis sind“, sagte Linnemann. Deshalb müsse man diesen Kindern helfen und sie fördern. Das könne über eine klassische Vorschule ebenso geschehen wie über Förderklassen oder ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr.

„Mir geht es allein um die Debatte, die jetzt geführt werden muß, damit wir heute die Probleme angehen und damit nicht warten, bis es zu spät ist.“ Er erlebe schon jetzt, daß viele Eltern ihre Kinder auf Privatschulen schickten, weil das Niveau der staatlichen Schulen sinke.

Zuvor hatte Linnemann der „Rheinischen Post“ gesagt, daß ein Kind, das kaum Deutsch spreche und verstehe, „auf einer Grundschule noch nichts zu suchen“ habe.

Bundesweite Erhebungen, wie viele Kinder bei der Einschulung kein Deutsch können, gibt es nicht. Regional gibt es aber durchaus Zahlen. So ergaben die Einschulungsuntersuchungen an Berliner Kindern aus dem Jahr 2017, daß 6,9 Prozent aller Kinder kaum oder kein Deutsch können. 10,5 Prozent sprechen fehlerhaft, 82,6 Prozent gut oder sehr gut. Bei den Erstkläßlern nichtdeutscher Herkunft können 14 Prozent kaum Deutsch. (ts)

 

Bildquelle: suedtiroler-freiheit.com

Ein Kommentar

  1. Wolfsrabe schreibt:

    Da ist sie wieder, die „Integration“. Alle reden davon, aber niemand hat so wirklich eine Ahnung, „in was“ denn integriert werden soll.
    In ein stolzes und selbstbewußtes Deutschland wohl kaum, denn das existiert derzeit nicht.
    In eine verwaschene und kurz vor dem Abgrund stehende und sich in den EU-Superstaat auflösende, unfreie BRD dann schon eher. Da ist die Integration aber nicht nötig, da kein Ausländer freiwillig zu einem verweichlichten, dümmlichen, sich totarbeitenden Noch-Deutschen machen will.

    Seid realistisch: Integration ist nur in einem Land möglich, in dem ein Volk mit einer stabilen inneren Festigkeit lebt. Alles andere ist Verfälschung des Begriffes.

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