Krieg der Strippenzieher im Weißen Haus: „Bolton will es mit der ganzen Welt aufnehmen“

8. Juli 2019
Krieg der Strippenzieher im Weißen Haus: „Bolton will es mit der ganzen Welt aufnehmen“
International
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Washington. Im Weißen Haus wird unvermindert und heftig um den Kurs der US-Außenpolitik gerungen. Während „Falken“ wie der Nationale Sicherheitsberater John Bolton und Außenminister Pompeo lieber gestern als heute einen Krieg gegen Iran vom Zaun brechen würden, zeigte Präsident Trump Bolton jetzt seine Grenzen auf. Er räumte in einem Interview mit dem US-Sender NBC ein, daß die USA Iran längst angegriffen hätten, wenn es nach Bolton ginge. Und nicht nur Iran – Bolton würde die USA gleich in mehrere internationale Konflikte verwickeln. Trump besteht aber darauf, das letzte Wort zu haben.

NBC-Moderator Chuck Todd fragte den Präsidenten, ob er von seinen Beratern „in eine militärische Aktion gegen den Iran gedrängt“ werde. Darauf Trump: „Ich habe zwei Gruppen von Leuten: Ich habe Tauben, und ich habe Falken, und John Bolton ist absolut ein Falke. Wenn es nach ihm ginge, würde er es mit der ganzen Welt auf einmal aufnehmen.“

Trump betonte aber auch, Bolton in seinem Team zu schätzen, und er lege Wert auf beide Seiten.

Auch Trump selbst übt sich Teheran gegenüber nicht gerade in Mäßigung: er drohte dem Iran im Falle eines Angriffs „auf irgendetwas Amerikanisches“ jetzt ein weiteres Mal unverhohlen mit der „Auslöschung“. (mü)

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