Westliche Cyber-Attacke: Russisches Google-Pendant wurde gehackt

5. Juli 2019
Westliche Cyber-Attacke: Russisches Google-Pendant wurde gehackt
International
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Moskau. Hacker-Angriffe werden in westlichen Medien vor allem Rußland unterstellt. Beweise werden dafür allerdings nie vorgelegt. Weniger lange suchen muß man nach westlichen Internet-Attacken auf russische Einrichtungen. Jetzt wurde – unter Berufung auf Insider – bekannt, daß die russische Suchmaschine Yandex Ende 2018 im Auftrag westlicher Geheimdienste gehackt worden ist. Vier mit dem Vorgang vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, mit dem Spionage-Programm Regin sollten die Daten der Nutzer der auch als „russisches Google“ bekannten Plattform ausgespäht werden.

Yandex-Sprecher Ilya Grabowsky räumte den Cyber-Angriff gegenüber Reuters ein und erklärte: „Dieser besondere Angriff wurde in einem sehr frühen Stadium vom Yandex-Sicherheitsteam entdeckt.“ Es sei neutralisiert worden, bevor ein Schaden entstehen konnte.

Vom Programm Regin ist bekannt, daß es von den Geheimdiensten der USA, Großbritanniens, Australiens, Neuseelands und Kanadas eingesetzt wird. Keiner der fünf Geheimdienste wollte Stellung zu dem Vorfall nehmen. Der Whistleblower Edward Snowden hatte öffentlich gemacht, daß Regin auch vom US-Geheimdienst NSA benutzt wurde.

Die Quellen sagten Reuters, die Hacker hätten offenbar versucht, technische Informationen zur Identifikation der Yandex-Nutzer auszuspähen. Mit diesen Daten hätte man sich als Nutzer ausgeben und einen Account ausspionieren können.

Yandex bietet neben der Suchfunktion auch Email-Dienste oder Taxi-Rufe an. Das Internet-Unternehmen hat nach eigenen Angaben in Rußland über 108 Millionen Nutzer pro Monat. (mü)

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