Propagandahetze gegen Teheran: Bolton will den UN „Beweise“ für iranische Aggression vorlegen

3. Juni 2019
Propagandahetze gegen Teheran: Bolton will den UN „Beweise“ für iranische Aggression vorlegen
International
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Washington. Der Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, bastelt unverdrossen an einer Eskalation des Konflikts mit Iran. Er will dabei offenbar den Weg früherer US-Administrationen beschreiten, die der Weltöffentlichkeit etwa vor den Irak-Kriegen 1991 und 2003 drall gefälschte „Beweise“ vorgelegt hatten. Jetzt erklärte Bolton, die USA wollten den Vereinten Nationen bis Anfang kommender Woche „Beweise“ dafür unterbreiten, daß der Iran hinter den Angriffen auf Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate stecke. Laut Bolton könne man zu keiner anderen Schlußfolgerung kommen.

Vor dem Hintergrund des anstehenden Besuchs von US-Präsident Trump in Großbritannien erklärte Bolton wörtlich: „Ich glaube nicht, daß jemand, der mit der Situation in der Region vertraut ist, unabhängig davon, ob er die Beweise untersucht hat oder nicht, etwas anderes denkt, als daß diese Angriffe vom Iran oder seinen Stellvertretern durchgeführt wurden. “

Insgesamt vier Öltanker wurden am 12. Mai durch Explosionen beschädigt, die Bolton zufolge von iranischen Seeminen verursacht wurden. Bislang konnten dafür keinerlei Beweise erbracht werden. Dies soll sich nun nach Aussage Boltons ändern. Man wolle Anfang kommender Woche für eine Präsentation vor dem UN-Sicherheitsrat bereit sein.

Ranghohe Vertreter der US-Regierung sind derzeit mit Nachdruck bemüht, Kriegsstimmung gegen Teheran zu erzeugen. US-Außenminister Pompeo machte in einer Pressekonferenz mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas in Berlin das Thema der „iranischen Aggression“ zu seinem Hauptanliegen. Die USA entsandten bereits einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in die Region, um der „iranischen Bedrohung“ zu begegnen. Bolton legte nun nach und erklärte: „Ich halte es für fair, den Iran, selbst ohne weitere Informationen, zur Rechenschaft zu ziehen, da die Konsequenzen solcher Waffen [Drohnen] absehbar sind.“ (mü)

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