Das war erst der Anfang: Assange zu 50 Wochen Haft verurteilt

5. Mai 2019
Das war erst der Anfang: Assange zu 50 Wochen Haft verurteilt
International
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London. Der von Ecuador an die britischen Behörden ausgelieferte WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist von einem britischen Gericht wegen Verstoßes gegen seine Kautionsauflagen zunächst zu 50 Wochen Haft verurteilt worden.

Assange war 2012 in die diplomatische Vertretung Ecuadors geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Assange und sein Anwalt argumentierten, der heute 47jährige Whistleblower habe sich den Behörden entziehen müssen, da ihn kein fairer Prozeß erwarte und er an die USA ausgeliefert werden solle. Diese wiederum werfen ihm Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Paßwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken. Manning hatte WikiLeaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.

Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der WikiLeaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Antrag könnte sich jahrelang hinziehen. Während dieser Zeit muß Assange mit Untersuchungshaft rechnen. Auch in Schweden ist die Wiederaufnahme des Verfahrens wegen seiner angeblichen „Vergewaltigung“ beantragt worden. (mü)

 

Bildquelle: flickr/Espen Moe/CC BY 2.0

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Ein Kommentar

  1. Ali Baba schreibt:

    des Verfahrens wegen seiner angeblichen „Vergewaltigung“ beantragt worden. (mü) “ ANGRIFF VON ALLEN MOEGLICHEN SEITEN“.

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