Peking lud zum Seidenstraßen-Treffen: Verträge über 64 Milliarden Dollar abgeschlossen

1. Mai 2019
Peking lud zum Seidenstraßen-Treffen: Verträge über 64 Milliarden Dollar abgeschlossen
International
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Peking. In Peking haben sich fast 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt getroffen und über die nächste Phase der von der chinesischen Regierung vorangetriebenen Neuen Seidenstraße gesprochen. Dabei wurden laut dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Verträge mit einem Gesamtvolumen von 64 Milliarden Dollar (57 Milliarden Euro) abgeschlossen. Dies teilte Xi am Samstag zum Abschluß des Treffens mit. Gleichzeitig war er bemüht, Bedenken gegen das gigantische Infrastrukturprojekt zu zerstreuen.

Unter den Teilnehmern des Treffens waren unter anderem Rußlands Präsident Putin, der österreichische Bundeskanzler Kurz, Pakistans Premierminister Imran Khan sowie der italienische Ministerpräsident Conte. Italien war als erster G-7-Staat der Neuen Seidenstraße beigetreten. Andere europäische Staaten sehen das Projekt skeptisch, ähnlich wie Indien und die USA. Aus Washington war kein Vertreter zu dem Treffen nach Peking gekommen.

China finanziert im Rahmen der Neuen Seidenstraße ein Netz aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen und Industrieparks in Asien, Afrika und Europa. China will damit Absatzmärkte an sich binden. Kritiker warnen davor, daß finanziell verwundbare Länder in eine Schuldenfalle und wachsende Abhängigkeit von China geraten könnten.

Wie schon bei seiner Eröffnungsrede versuchte Xi zum Abschluß des Treffens noch einmal, Bedenken zu zerstreuen. China verpflichte sich zur Unterstützung einer „offenen, sauberen und grünen Entwicklung“ und lehne Protektionismus ab, betonte Xi bei einer Pressekonferenz. (mü)

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